
Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active ist eine Smartwatch, die möglichst viele Funktionen zu einem möglichst niedrigen Preis bieten möchte. Für knapp 41 Euro erhalten Sie ein AMOLED-Display, Messungen von Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Schlaf und Stress, Sportmodi, die Anzeige von Benachrichtigungen und sogar die Möglichkeit, direkt vom Handgelenk aus zu telefonieren. Wie hat sich die Xiaomi Redmi Watch 6 Active in unserem Test geschlagen und an welchen Stellen musste der Hersteller aufgrund des niedrigen Preises Kompromisse eingehen?
Schon das Auspacken entspricht genau dem, was ich von einer preisgünstigen Smartwatch erwarte. Die Schachtel ist klein und darin finden Sie nur das Nötigste. Neben der Xiaomi Redmi Watch 6 Active selbst befinden sich darin ein Ladekabel und eine kurze Bedienungsanleitung. Positiv aufgefallen ist mir zumindest die magnetische Befestigung des Ladegeräts, enttäuscht hat mich allerdings, dass das Kabel mit einem USB-A-Stecker endet. In einer Zeit, in der USB-C zum Standard wird, würde ich bei solchem Zubehör bereits eine modernere Lösung erwarten.
Ich habe die schwarze Variante Midnight Black getestet, die insgesamt recht unauffällig wirkt. Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active versucht nicht, mit einem auffälligen Design Aufmerksamkeit zu erregen, und genau das hat mir bei ihr gefallen. Die Smartwatch sieht universell aus und passt sowohl zu Alltagskleidung als beispielsweise auch zu einem Sport-Outfit.
Die erste Überraschung kam jedoch in dem Moment, als ich sie am Handgelenk angelegt hatte. Die Smartwatch ist sehr leicht und beim täglichen Gebrauch habe ich sie am Handgelenk praktisch nicht wahrgenommen. Zusammen mit dem Armband wiegt sie lediglich 42 Gramm. Das Armband lässt sich mithilfe eines Schnellverschlussmechanismus einfach austauschen. Sie müssen lediglich den entsprechenden Mechanismus auf der Unterseite drücken und schon lässt sich das Armband in einem Augenblick lösen. Ein Ersatzarmband finden Sie im Lieferumfang allerdings nicht. Der Verschluss selbst erinnert an eine Lösung, wie man sie beispielsweise von der Apple Watch kennt. Xiaomi bietet jedoch eine größere Anzahl an Löchern, sodass es kein Problem ist, die Position zu finden, die für Sie am besten passt.
Das Gehäuse der Smartwatch hat eine eckige Form mit abgerundeten Ecken und wirkt auf den ersten Blick recht schlicht. Xiaomi setzt auf eine Kunststoffkonstruktion, was angesichts des Preises natürlich zu erwarten ist. Andererseits wirkt die Smartwatch keineswegs ausgesprochen billig und beim normalen Gebrauch hatte ich nicht das Gefühl, ein Gerät am Handgelenk zu tragen, bei dem an jedem Detail gespart wurde.
Ein weiterer Vorteil ist die Widerstandsfähigkeit nach IP68. Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active verkraftet damit den üblichen Kontakt mit Wasser und Staub, auch wenn selbstverständlich die Einschränkungen dieser Schutzart berücksichtigt werden müssen. Der Hersteller empfiehlt beispielsweise, die Smartwatch nicht unter der Dusche, in der Sauna oder bei schnellen Wassersportarten zu verwenden.
Insgesamt wirkte die Konstruktion auf mich eher praktisch als luxuriös. Bei einem Preis von ~ 41 € stört mich das allerdings überhaupt nicht. Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active ist schließlich eine Smartwatch, die man meiner Meinung nach in erster Linie wegen ihrer Funktionen kauft und nicht als modisches Accessoire.
Was mich wirklich begeistert hat, war das Display. Xiaomi setzt auf ein 1,85" großes AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 390 × 450 Pixeln und einer maximalen Helligkeit von bis zu 1.200 Nits. Auch ein Always On Display ist vorhanden. Und gerade das Display ist meiner Meinung nach eine der größten Stärken dieser Smartwatch. Das Bild ist ausreichend scharf, die Farben wirken angenehm und dank der AMOLED-Technologie macht die gesamte Benutzeroberfläche einen deutlich besseren Eindruck, als ich es von einem Gerät für rund 41 Euro erwartet hätte.
Auch im Freien hat sich die Xiaomi Redmi Watch 6 Active sehr gut geschlagen. Die maximale Helligkeit hatte ich praktisch ständig eingestellt und selbst bei direktem Licht hatte ich keine Probleme, die Informationen auf dem Display abzulesen. Die Bedienung erfolgt vollständig per Touch und die Reaktionen auf Gesten sind ausreichend schnell. Die Benutzeroberfläche ist einfach und man findet sich darin innerhalb kurzer Zeit zurecht.
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Huawei Watch D3 möchte Ihr persönlicher Gesundheitshelfer sein. Sie bietet Blutdruckmessung und EKG
Wozu ist eine Smartwatch ohne Hinweise auf eingehende Nachrichten gut? Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active kommt mit Benachrichtigungen ohne größere Probleme zurecht. Zunächst müssen Sie jedoch in der Mi-Fitness-App festlegen, welche Arten von Benachrichtigungen auf der Smartwatch angezeigt werden sollen.
Die jeweilige Benachrichtigung wird anschließend direkt auf dem Display angezeigt. So können Sie beispielsweise eine eingehende Nachricht lesen oder sehen, wer Sie anruft. Auf die Nachrichten selbst lässt sich über die Smartwatch jedoch nicht antworten. Die Smartwatch fungiert damit eher als verlängerte Benachrichtigungsleiste des Smartphones und nicht als Gerät, über das Sie vollständig kommunizieren könnten.
Angesichts des Preises halte ich das allerdings nicht für ein wesentliches Problem. Wenn Sie nur schnell prüfen möchten, ob Ihnen jemand geschrieben hat, müssen Sie dafür nicht das Smartphone aus der Tasche holen.
Deutlich interessanter ist die Möglichkeit zu telefonieren. Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active verfügt über ein eigenes Mikrofon und einen Lautsprecher, wobei die Gespräche über die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone geführt werden.
Während des Tests konnte mich die Gegenseite insgesamt recht gut verstehen. Natürlich darf man keine Qualität erwarten, die mit einem Smartphone oder einem hochwertigen Mikrofon vergleichbar ist, aber für eine schnelle Absprache oder ein kurzes Gespräch ist diese Funktion absolut brauchbar.
Zu Beginn bereitete mir allerdings der Lautsprecher Probleme. Seine Lautstärke war beim Telefonieren sehr niedrig und ich musste sie manuell erhöhen. Ohne diese Anpassung konnte ich die Gegenseite nur schwer verstehen und musste die Smartwatch praktisch direkt ans Ohr halten.
Außerdem bin ich auf etwas merkwürdige Probleme bei der Anzeige von Kontakten gestoßen. Manchmal wurde mir bei einem eingehenden Anruf der Name des Anrufers angezeigt, ein anderes Mal nur seine Telefonnummer. Warum das so war, konnte ich nicht herausfinden. Es handelt sich zwar nicht um ein gravierendes Problem, im täglichen Gebrauch kann es aber durchaus störend sein.
Wenn Sie die Smartwatch hauptsächlich wegen des Sports kaufen, sollten Sie realistische Erwartungen haben. Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active unterstützt zwar mehr als 140 Sportmodi, ihre Möglichkeiten zur Erfassung einzelner Aktivitäten sind jedoch nicht so fortschrittlich wie bei teureren Modellen.
Beim normalen Training erfasst die Smartwatch beispielsweise die Herzfrequenz, die Aktivitätsdauer, die Belastung und die verbrannten Kalorien. Beim Gehen zeigt sie zusätzlich das Tempo, die Distanz oder die Anzahl der Schritte an.
Etwas enttäuscht hat mich, dass sich einzelne Trainingssegmente nicht beenden lassen. Wenn Sie beispielsweise einen Teil einer Aktivität abgeschlossen haben und mit dem nächsten beginnen möchten, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das aktuelle Training zu beenden und erneut zu starten. Für den normalen Nutzer ist das keine entscheidende Funktion, bei intensivem Sport kann ihr Fehlen jedoch unnötig einschränkend sein.
Wichtig ist außerdem die Verbindung zum Smartphone. Wenn Sie spazieren gehen und Ihr Smartphone dabeihaben, kann Ihnen die Mi-Fitness-App anschließend die zurückgelegte Route anzeigen. Die Smartwatch selbst verfügt ohne Smartphone jedoch nicht über eigenes GPS. Wenn Sie also nur mit der Uhr losgehen, können Sie die genaue Route später nicht nachvollziehen.
Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active ist nicht nur eine Sportuhr. Neben der Überwachung der Herzfrequenz kann sie auch die Blutsauerstoffsättigung, das Stressniveau oder die Schlafqualität überwachen. Gerade die Schlafüberwachung ist recht gut umgesetzt. In der Mi-Fitness-App können Sie sich beispielsweise die Einschlafzeit, die Schlafdauer oder die Aufteilung in Tiefschlaf-, Leichtschlaf- und REM-Phasen anzeigen lassen. Am Ende vergibt die Smartwatch für den Schlaf außerdem eine Bewertung von 0 bis 100 Punkten.
Hier bin ich allerdings auf eine gewisse Ungenauigkeit gestoßen. In einer Nacht hatte ich meinem eigenen Gefühl nach überhaupt nicht gut geschlafen. Ich wachte mehrmals auf, war morgens müde und hatte definitiv nicht das Gefühl, mich gut erholt zu haben. Die Smartwatch vergab mir trotzdem 81 Punkte. Die Ergebnisse sollten daher eher als orientierender Überblick und nicht als präzise Bewertung dessen verstanden werden, wie gut Sie tatsächlich geschlafen haben.
Darüber hinaus finden Sie hier auch einen Kalender, Kontakte, eine Musiksteuerung oder eine Taschenlampe. Über den Musikplayer lassen sich dabei die auf dem Smartphone abgespielten Titel direkt vom Handgelenk aus steuern.
Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active kann jedoch noch etwas mehr. Ein interessantes kleines Extra ist beispielsweise die Möglichkeit, die Smartwatch als Fernauslöser für die Smartphone-Kamera zu verwenden. Nach dem Drücken der Taste auf dem Display der Smartwatch nimmt das Smartphone ein Foto auf, was beispielsweise bei Aufnahmen mit einem Stativ oder bei Gruppenfotos praktisch sein kann. Die Smartwatch dient allerdings nur als Auslöser und auf ihrem Display sehen Sie keine Vorschau darauf, wohin die Kamera gerade gerichtet ist. Die Bildkomposition müssen Sie daher vorher direkt auf dem Smartphone überprüfen.
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Apple Watch Ultra 4 (VORSCHAU): Zweieinhalb Tage Akkulaufzeit und eine Revolution bei den Sensoren
Was ich allerdings nicht erwartet hatte, war die Akkulaufzeit. Die Xiaomi Redmi Watch 6 Active war bei mir zu 100 % aufgeladen und erst nach sechs vollständigen Nutzungstagen komplett leer. Während dieser gesamten Zeit trug ich sie praktisch ununterbrochen am Handgelenk, auch beim Schlafen. Die Displayhelligkeit war auf das Maximum eingestellt, auch das Always On Display war aktiviert, und lediglich für die Nacht hatte ich eingestellt, dass der Bildschirm ausgeschaltet bleibt und nicht auf das Anheben des Handgelenks reagiert.
Ein solches Ergebnis hat mich angesichts des Preises der Smartwatch wirklich gefreut. Sechs Tage ununterbrochener Nutzung in einem recht anspruchsvollen Modus bedeuten, dass Sie sich bei normalem Gebrauch nicht jeden Abend oder jeden zweiten Tag um das Ladegerät kümmern müssen. Gerade die Akkulaufzeit halte ich daher für eine der größten Stärken der Xiaomi Redmi Watch 6 Active.
Xiaomi Redmi Watch 6 Active
SmartwatchDie Xiaomi Redmi Watch 6 Active hat mir vor allem wegen ihres gelungenen AMOLED-Displays und der sehr guten Akkulaufzeit gefallen. Für rund 41 Euro ist sie meiner Meinung nach eine gute Wahl für weniger anspruchsvolle Nutzer, die grundlegende Smartwatch- und Sportfunktionen wünschen. Für anspruchsvollere Nutzer dürfte sie jedoch weniger geeignet sein, insbesondere aufgrund des fehlenden GPS, NFC und der fehlenden Möglichkeit, auf Nachrichten zu antworten. Wenn Sie diese Funktionen nicht vermissen, handelt es sich meiner Meinung nach um eine gelungene und erschwingliche Smartwatch für den täglichen Gebrauch.
Vorteile
Nachteile
• Autor: Jan Vavřík
Die Redmi Watch 6 Active und die Redmi Watch 6 Lite von Xiaomi betreten die Bühne, und schon ihre Namen können für etwas Verwirrung sorgen. Die Active würde man automatisch in die Rolle des Sportlers stecken, während man von der Lite eine abgespeckte Ausstattung erwarten würde. Doch dieses Mal ist es fast umgekehrt. Beide Modelle bieten ein AMOLED-Display, Bluetooth-Telefonie, einen 470-mAh-Akku und bis zu 18 Tage Akkulaufzeit. Allerdings legt ausgerechnet die Lite mit eigenem Satelliten-Ortungssystem, über 150 Sportmodi und einer breiteren Sensorenausstattung nach. Bieten sie noch etwas, das Aufmerksamkeit verdient?
Die Smartwatch Redmi Watch 6 Active ist das etwas schlichter ausgestattete Modell des neuen Duos und konzentriert sich vor allem auf Funktionen für den täglichen Gebrauch. Die Basis bilden ein 1,85"-AMOLED-Display, Bluetooth-Telefonie, die kontinuierliche Überwachung ausgewählter Gesundheitswerte und ein 470-mAh-Akku. Im Vergleich zum Lite-Modell fällt die Ausstattung vor allem bei den Sportfunktionen und Sensoren bescheidener aus. Die Active richtet sich daher eher an den normalen Alltagsgebrauch als an eine detaillierte Erfassung von Sportaktivitäten.
Xiaomi hat bei der neuen Generation auch das Design angepasst. Die Redmi Watch 6 Active misst 44,5 × 39,4 × 9,9 mm, und im Vergleich zum Vorgänger hat sich vor allem die Form des Rahmens verändert, die sich von geschwungenen Linien zu geraden Kanten hin entwickelt hat. Das Gehäuse besteht aus PC-Polymer, das Armband aus TPU, und das Quick-Release-System ermöglicht das Abnehmen und Wechseln ohne Werkzeug.
Für die Widerstandsfähigkeit der Uhr sorgt die IP68-Zertifizierung, die den Schutz gegen das Eindringen von Staub und Wasser unter den Bedingungen der entsprechenden Norm bestätigt. Das Gehäuse ist somit auch für den normalen Kontakt mit Wasser im Alltag gewappnet.
Die Vorderseite der Redmi Watch 6 Active wird von einem rechteckigen 1,85"-AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 390 × 450 Pixeln dominiert. Diese Technologie arbeitet mit selbstleuchtenden Bildpunkten und benötigt keine gemeinsame Hintergrundbeleuchtung der gesamten Fläche. Das ist bei einer Smartwatch nicht nur für den Kontrast von Vorteil, sondern auch bei der Anzeige kleinerer Informationsmengen auf vorwiegend schwarzem Hintergrund. Der Hersteller gibt eine maximale Helligkeit von 1.200 Nits an, aber der reine Zahlenwert verrät noch nicht automatisch, wie gut der Bildschirm im Freien ablesbar sein wird – hier spielen auch eventuelle Reflexionen des Schutzglases oder die Art der Helligkeitsregelung eine Rolle.
Mit an Bord ist auch ein Always-On-Display, das die Eigenschaften des Panels der Watch 6 Active nutzt und die Uhrzeit oder andere Basisinformationen sichtbar bleiben lässt, ohne dass jedes Mal das gesamte Zifferblatt aktiviert werden muss. Xiaomi erwähnt außerdem eine visuell überarbeitete Benutzeroberfläche. Wie sich die Active etwa bei der prallen Mittagssonne im August schlägt und wie flüssig sich das System anfühlt, wird daher erst die Praxis zeigen. Die Spezifikationstabelle hat in dieser Hinsicht einen großen Vorteil – auf sie scheint nie die Sonne.
Die Redmi Watch 6 Active unterstützt eine ganztägige Überwachung der Herzfrequenz, der Blutsauerstoffsättigung SpO₂ und des Stresslevels. Die Hardware-Basis bildet ein optischer Herzfrequenzsensor, der durch einen Beschleunigungssensor ergänzt wird. Dieser erfasst Bewegungen sowie Beschleunigungsänderungen und gehört zu den grundlegenden Sensoren für das alltägliche Aktivitäts-Tracking. Die optische Messung ermöglicht wiederum die kontinuierliche Erfassung der Herzfrequenz und liefert in Kombination mit entsprechenden Algorithmen weitere abgeleitete Daten. Die gemessenen Werte sind selbstverständlich als Orientierungswerte der Unterhaltungselektronik zu verstehen und nicht als Ersatz für eine medizinische Untersuchung.
Die Smartwatch Redmi Watch 6 Active unterstützt zudem Bluetooth-Anrufe. Das in der Uhr integrierte Mikrofon und der Lautsprecher ermöglichen es nach der Kopplung mit einem kompatiblen Smartphone, Anrufe direkt am Handgelenk entgegenzunehmen. Die eigentliche Mobilfunkverbindung stellt jedoch weiterhin das Telefon her, das in Bluetooth-Reichweite bleiben muss. Für die drahtlose Kommunikation nutzt die Smartwatch Bluetooth 5.3. Ein kurzes „Ich bin unterwegs“ lässt sich so ohne das Suchen nach dem Handy in der Tasche erledigen – für eine stundenlange Debatte über den Sinn des Lebens würde ich mir dann aber doch ein bequemeres Gerät suchen.
Der Akku hat eine Kapazität von 470 mAh und Xiaomi arbeitet mit zwei Angaben zur Laufzeit. Bei geringer Nutzung soll die Redmi Watch 6 Active bis zu 18 Tage durchhalten, im normalen Nutzungsmodus gibt der Hersteller bis zu 12 Tage an. Genau der zweite Wert ist für eine Vorstellung vom Alltagseinsatz interessanter als die maximale Zahl, da sich in der tatsächlichen Laufzeit natürlich die Display-Einstellungen, die Nutzung des Always-On-Displays, die Messfrequenz und auch Bluetooth-Anrufe niederschlagen.
Ohne einen Praxistest macht es daher keinen Sinn, aus den 18 Tagen ein in Stein gemeißeltes Versprechen zu machen. Wenn sich die Active bei normaler Nutzung jedoch den vom Hersteller deklarierten 12 Tagen annähert, müsste die Ladedock-Station auf keinen Fall jeden Abend zum Dienst antreten.
Bei der Redmi Watch 6 Lite beginnen sich die Unterschiede zwischen den beiden Neuheiten deutlich weiter zu öffnen. Die Bezeichnung Lite bereitet einen gewöhnlich auf einige Kompromisse bei der Ausstattung vor, doch hier ist die Situation fast umgekehrt. Die Uhr hat ein größeres und helleres AMOLED-Display, ein eigenes Satelliten-Ortungssystem, über 150 Sportmodi, ein 9-Achsen-Bewegungs-Tracking und eine breitere Sensorausstattung erhalten. Das ist ein wenig so, als würde man ein kleines Menü bestellen und feststellen, dass eine größere Portion auf dem Tisch landet als beim Nachbarn.
Trotz der unterschiedlichen Ausstattung sind die Grundabmessungen der Watch 6 Lite völlig identisch mit denen der Active – 44,5 × 39,4 × 9,9 mm. Auch die Lite nutzt ein Gehäuse aus PC-Polymer, ein TPU-Armband und das Quick-Release-System für einen einfachen Wechsel.
Die Farbauswahl bei der Redmi Watch 6 Lite ist diesmal dezent gehalten und umfasst Black und Steel Gray. Wichtiger ist die Wasserdichtigkeit von 5 ATM, die der sportlicheren Ausrichtung der Uhr und dem vom Hersteller angegebenen Schwimmmodus besser entspricht. Der Wert von 5 ATM drückt die Beständigkeit gegen einen Druck aus, der unter Laborbedingungen einer Wassersäule von 50 Metern entspricht; es ist daher nicht gleichbedeutend mit der einfachen Behauptung, dass man mit der Uhr in eine beliebige Tiefe von 50 Metern tauchen kann.
Der Sportbereich ist eine der Stellen, an denen die Lite im Vergleich zur Active deutlich zulegt. Die Uhr unterstützt über 150 Sportmodi und verfügt außerdem über ein Multi-System-Satellitenortungssystem. Beim Laufen, Radfahren oder anderen Outdoor-Aktivitäten kann sie so die Route aufzeichnen, ohne Positionsdaten vom GPS des verbundenen Telefons beziehen zu müssen. Das Vorhandensein mehrerer Satellitensysteme kann die Verfügbarkeit der Positionsdaten unter verschiedenen Bedingungen verbessern, ihre tatsächliche Genauigkeit wird aber natürlich erst die praktische Messung zeigen.
Die Ausstattung der Watch 6 Lite wird durch ein 9-Achsen-Bewegungs-Tracking ergänzt, und besondere Aufmerksamkeit erhielt das Schwimmen, für das Xiaomi einen professionellen Modus angibt. Den genauen Umfang der aufgezeichneten Daten in den einzelnen Sportprofilen schlüsselt der Hersteller in den verfügbaren Materialien nicht auf. Über 150 Modi sehen auf dem Papier beeindruckend aus, aber bei einer Sportuhr ist am Ende nicht die Anzahl der Menüeinträge das Wichtigste – entscheidender ist, wie gut sie die gewählte Aktivität tatsächlich aufzeichnen kann.
Die Vorderseite der Redmi Watch 6 Lite wird von einem 1,96"-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 410 × 502 Pixeln dominiert. Der Hersteller gibt eine maximale Helligkeit von 1.500 Nits und 2,8 mm schmale Ränder an, sodass die Lite bei gleichen Außenabmessungen wie die Active eine größere Anzeigefläche bietet. Auch ein Always-On-Display fehlt nicht, welches die Zeit und andere grundlegende Informationen sichtbar hält, ohne dass jedes Mal das gesamte Panel aktiviert werden muss.
Im Vergleich zur Redmi Watch 6 Active bietet die Watch 6 Lite eine größere Diagonale, eine höhere Auflösung und eine um 300 Nits höhere deklarierte maximale Helligkeit. Die größere Fläche kann beim Lesen von Benachrichtigungen, beim Navigieren durch die Menüs oder beim Verfolgen von Daten während der Sportaktivität von Vorteil sein. Die höhere maximale Helligkeit gibt der Lite auf dem Papier bessere Voraussetzungen für die Ablesbarkeit im Freien. Wie groß der Unterschied in Wirklichkeit ausfällt, wird erst ein direkter Vergleich zeigen – denn die Spezifikationen blinzeln nicht in der Sonne, der Nutzer hingegen schon.
Die Sensorausstattung der Redmi Watch 6 Lite umfasst einen Beschleunigungssensor, ein Gyroskop, einen optischen Herzfrequenzsensor, einen Umgebungslichtsensor und einen elektronischen Kompass. Jeder von ihnen erfüllt eine etwas andere Aufgabe. Der Beschleunigungssensor erfasst Bewegung und Beschleunigungsänderungen, das Gyroskop ergänzt Informationen zu Ausrichtung und Rotation, der elektronische Kompass liefert Richtungsdaten und der Lichtsensor kann auf die Umgebungsumstände reagieren. In der Kombination erhält die Uhr so mehr Eingangsdaten für die Auswertung von Bewegungen und die alltägliche Nutzung.
Bei den Gesundheitsfunktionen liegen beide Modelle schon wesentlich näher beieinander. Xiaomi gibt für die Redmi Watch 6 Lite eine ganztägige Überwachung von Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung SpO₂ und Stress an – also dasselbe Grundtrio wie bei der Active. Auch hier handelt es sich natürlich nicht um einen Ersatz für ein medizinisches Gerät; Ziel ist in erster Linie die kontinuierliche Nachverfolgung von Trends und Orientierungswerten im Tagesverlauf.
Die Redmi Watch 6 Lite unterstützt Bluetooth-Anrufe, bei denen sie das direkt in der Uhr integrierte Mikrofon und den Lautsprecher nutzt. Es handelt sich jedoch nicht um eigenständiges Telefonieren – die Smartwatch muss mit einem kompatiblen Smartphone in Bluetooth-Reichweite verbunden sein, und die eigentliche Mobilfunkverbindung wird weiterhin über das Telefon hergestellt. Für die drahtlose Kommunikation kommt Bluetooth 5.3 zum Einsatz.
Xiaomi erwähnt bei der Watch 6 Lite ebenfalls eine visuell überarbeitete Benutzeroberfläche. Natürlich lässt sich die Qualität von Mikrofon und Lautsprecher bei Anrufen nicht im Voraus beurteilen, denn das reine Häkchen bei der Funktion in den Spezifikationen verrät noch nicht, wie gut der Gesprächspartner etwa auf einer belebten Straße zu verstehen ist. In der Kommunikationsausstattung unterscheidet sich die Redmi Watch 6 Lite jedenfalls nicht grundlegend von der Active.
Die Smartwatch Redmi Watch 6 Lite nutzt einen 470-mAh-Akku, für den der Hersteller eine Laufzeit von bis zu 18 Tagen bei geringer und bis zu 12 Tagen bei normaler Nutzung angibt. Die tatsächliche Akkulaufzeit hängt von der Art der Nutzung der Uhr, der Häufigkeit der Messungen, den Display-Einstellungen oder der Nutzung der Satellitenortung bei Sportaktivitäten ab. Gerade Letztere gehört zu den energieintensiveren Funktionen, der Hersteller macht jedoch keine separaten Angaben zur Laufzeit bei aktivierter Ortung. Um eine genauere Vorstellung davon zu bekommen, wie oft die Uhr nach dem Ladegerät verlangt, werden wir daher erst auf praktische Erfahrungen warten müssen.
| Funktion / Eigenschaft | Redmi Watch 6 Active | Redmi Watch 6 Lite |
|---|---|---|
| Display | 1,85" AMOLED | 1,96" AMOLED |
| Auflösung | 390 × 450 px | 410 × 502 px |
| Maximale Helligkeit | 1.200 Nits | 1.500 Nits |
| Always-On-Display | ✓ | ✓ |
| Abmessungen | 44,5 × 39,4 × 9,9 mm | 44,5 × 39,4 × 9,9 mm |
| Armbandmaterial | TPU | TPU |
| Wasserfestigkeit / Schutzart | IP68 | 5 ATM |
| Sensoren | Beschleunigungssensor, optischer Herzfrequenzsensor | Beschleunigungssensor, Gyroskop, optischer Herzfrequenzsensor, Umgebungslichtsensor, elektronischer Kompass |
| Sportmodi | Nicht angegeben | Über 150 |
| Multi-System-Satellitenortung | Nicht angegeben | ✓ |
| 9-Achsen-Bewegungs-Tracking | Nicht angegeben | ✓ |
| Professioneller Schwimmmodus | Nicht angegeben | ✓ |
| Herzfrequenz-Tracking | ✓ ganztägig | ✓ ganztägig |
| SpO₂-Tracking | ✓ ganztägig | ✓ ganztägig |
| Stress-Tracking | ✓ ganztägig | ✓ ganztägig |
| Bluetooth-Anrufe | ✓ | ✓ |
| Bluetooth | 5.3 | 5.3 |
| Akkukapazität | 470 mAh | 470 mAh |
| Maximale Laufzeit | Bis zu 18 Tage | Bis zu 18 Tage |
| Laufzeit bei normaler Nutzung | Bis zu 12 Tage | Bis zu 12 Tage |
| Farbvarianten | Midnight Black, Matte Silver, Sunset Orange | Black, Steel Gray |
| Preis | 40,99 € | 64,90 € |
Hinsichtlich der Ausstattung haben wir bereits ein recht klares Bild vom Charakter der beiden Neuheiten, aber im Puzzle fehlt noch ein wesentliches Teil – der Preis. Genau dieser wird entscheiden, ob die Redmi Watch 6 Active als erschwinglicherer Weg zu einem AMOLED-Display, Bluetooth-Anrufen und einer langen Akkulaufzeit Sinn ergibt, oder ob es sich mehr lohnt, für die sportlicher ausgestattete Watch 6 Lite etwas mehr auszugeben. Bei dieser erhält man schließlich zusätzlich ein eigenes Satelliten-Ortungssystem, eine umfangreichere Sensorausstattung und über 150 Sportmodi.
Genaue Verkaufsstarts oder finale Preise für den deutschen Markt sind in den verfügbaren Materialien noch nicht im Detail aufgeführt. Für ein endgültiges Urteil ist es daher noch etwas zu früh. Sobald alle Details für Deutschland feststehen, lässt sich auch viel leichter festlegen, für wen die Active und für wen die Lite mehr Sinn ergibt. Das allerletzte Wort behalten wir uns ohnehin für einen Praxistest vor – denn eine Smartwatch trägt man erfreulicherweise nicht in einer Tabelle, sondern am Handgelenk.
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