• Autor: Jan Vavřík
Motorola erweitert sein Portfolio an faltbaren Smartphones um das Modell Razr Fold, das in die Kategorie der „Buch“-Konstruktionen fällt. Es setzt auf ein großes Innen-Display, ein vollwertiges Außen-Display und eine Ausstattung, die Leistung, Akkulaufzeit sowie Funktionen für kreatives Arbeiten vereint. Was hat das Motorola Razr Fold tatsächlich zu bieten?
Motorola steigt mit dem Modell Razr Fold in das Segment der faltbaren Smartphones im „Buchformat“ ein, also mit einer Bauweise, die nach dem Aufklappen eine Nutzung ähnlich wie bei einem Tablet ermöglicht. Es handelt sich dabei nicht um ein Experiment – dieses Format ist auf dem Markt bereits etabliert, wird jedoch von jedem Hersteller etwas anders umgesetzt.
Das Razr Fold setzt auf eine Kombination aus großem Außendisplay und robusterer Bauweise. Im geschlossenen Zustand wirkt es daher nicht wie ein Kompromiss, sondern wie ein vollwertiges Smartphone, das man nicht ständig aufklappen muss.
Die Konstruktion verfügt über ein titanverstärktes Scharnier und die Schutzklasse IP48/IP49 gegen Wasser und Staub. Das Gewicht von 243 Gramm lässt vermuten, dass es sich nicht um ein kleines Gerät für die Hosentasche handelt, sondern eher um ein Gerät, das der Nutzer mit einer gewissen Ehrfurcht in die Hand nimmt. Im geöffneten Zustand hat es die Abmessungen 160,05 × 144,47 × 4,73 mm.
Neben der Basisversion gibt es auch die FIFA World Cup 2026 Edition. In der Praxis ändert dies nichts an der Ausstattung, zeigt aber, dass Motorola mit diesem Modell auch über die reinen technischen Daten hinaus ein wenig „spielen“ möchte.
Das Hauptdisplay hat eine Diagonale von 8,09 Zoll und eine Auflösung von 2 484 × 2 232 Pixeln. Das LTPO-pOLED-Panel bietet eine adaptive Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz und unterstützt 10-Bit-Farbtiefe sowie HDR10+. Das Ergebnis ist eine Kombination, die laut Hersteller auf flüssige Bildwiedergabe und hohe Bildqualität zielt.
Ein wichtiges Merkmal ist die maximale Helligkeit von bis zu 6.200 Nits. In der Praxis wird dieser Wert vor allem bei HDR-Inhalten erreicht, aber auch im normalen Gebrauch sollte die Lesbarkeit überdurchschnittlich gut sein. Das ist bei faltbaren Geräten wichtig, da eine größere Displayfläche empfindlicher auf Lichtverhältnisse reagiert.
Das externe Display ist 6,56 Zoll groß und hat eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz. Dadurch eignet es sich hervorragend für alltägliche Aufgaben – von Nachrichten über Apps bis hin zum Fotografieren. In vielen Situationen ist es daher sinnvoll, das Gerät „geschlossen” zu lassen, was bei einem Falt-Smartphone eine überraschend praktische Eigenschaft ist.
Das neue Motorola Razr Fold wird von einem Snapdragon 8 Gen 5 angetrieben, der im 3-nm-Verfahren hergestellt wird. Es handelt sich zwar nicht um die allerhöchste Elite-Reihe, doch leistungsmäßig gehört es nach wie vor zur Spitzenklasse und bewältigt anspruchsvolle Anwendungen, Multitasking sowie die Arbeit mit KI-Funktionen problemlos.
Das Smartphone verfügt über 16 GB LPDDR5X-RAM mit der Möglichkeit einer virtuellen Erweiterung sowie 512 GB UFS 4.1-Speicher. Auch der Kühlung wurde große Aufmerksamkeit geschenkt – eine große Vapor-Chamber mit einer Fläche von 4.570 mm² und weitere Kühlschichten sollen die Leistung auch bei längerer Belastung, beispielsweise beim Aufnehmen von 8K-Videos, stabil halten.
Der Akku hat eine Kapazität von 6.000 mAh und nutzt eine Silizium-Kohlenstoff-Technologie. Motorola gibt eine Laufzeit von über 40 Stunden an, was jedoch als Idealfall zu betrachten ist. Das Laden umfasst 80 W kabelgebundenes, 50 W kabelloses und 5 W Reverse-Laden. Zu den nennenswerten Ausstattungsmerkmalen gehören außerdem Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, Ultra-Wideband sowie Stereolautsprecher, die in Zusammenarbeit mit Bose abgestimmt wurden.
Die Rückkamera besteht aus drei 50-Megapixel-Sensoren. Als Hauptkamera kommt der Sony LYTIA 828 mit einer Blende von f/1,6 und optischer Bildstabilisierung zum Einsatz, ergänzt durch ein Ultraweitwinkelobjektiv und ein Periskop-Teleobjektiv mit 3-fachem optischen Zoom.
Das Ultraweitwinkelobjektiv eignet sich auch für Makroaufnahmen, sodass kein separater Sensor erforderlich ist, und das Teleobjektiv bietet eine praktisch nutzbare Vergrößerung. Der bis zu 100-fache Digitalzoom ist eher eine technologische Demonstration, hat aber durchaus seine Berechtigung.
Das Video unterstützt bis zu 8K bei 30 fps mit Dolby Vision, und auch 4K bei 60 fps ist mit dabei. Motorola erwähnt zudem die Auszeichnung „DXOMARK Gold Camera 2026“, was die hohen Ambitionen des Unternehmens verdeutlicht, auch wenn sich die tatsächliche Leistung erst in der Praxis zeigen wird.
| Parameter/Modell | Motorola Razr Fold | Samsung Galaxy Z Fold7 |
|---|---|---|
| Display | Diagonale: 8,09" | Diagonale: 8" |
| Auflösung: 2 484 × 2 232 px | Auflösung: 2 520 × 1 080 px | |
| Typ: LTPO pOLED | Typ: AMOLED | |
| Bildwiederholfrequenz: 120 Hz | Bildwiederholfrequenz: 120 Hz | |
| Rückkameras | Hauptkamera: 50 Mpx, f/1,6, OIS | Hauptkamera: 200 Mpx, f/1,7, OIS |
| Ultraweitwinkelkamera: 50 Mpx, f/2,0 | Ultraweitwinkelkamera: 12 Mpx, f/2,2 | |
| Teleobjektiv: 50 Mpx, 3× optischer Zoom | Teleobjektiv: 10 Mpx, 3× optischer Zoom | |
| Frontkamera | 32 Mpx + 20 Mpx | 10 Mpx |
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 | Qualcomm Snapdragon 8 Elite for Galaxy |
| RAM | 16 GB | od 12 GB |
| Interner Speicher | 512 GB | 256/512 GB/ 1 TB |
| Abmessungen | 160,05 × 144,47 × 4,73 mm | 143,2 × 158,4 × 4,2 mm |
| Gewicht | 243 g | 218 g |
| Widerstandsfähigkeit | IP48/49 | IP48 |
| Akku | 6.000 mAh | 4.400 mAh |
| Kabelgebundenes Laden: 80 W / kabelloses: 50 W, Reverse-Laden 5 W | Kabelgebundenes Laden: 25 W / kabelloses: – | |
| Betriebssystem | Android 16 | Android 16 (One UI) |
| Preis | ab 1.999 EUR | ab 1.599 EUR |
Das neue Motorola Razr Fold in der Variante mit 16 GB / 512 GB kommt mit einem Preis von rund 1.999 Euro auf den Markt; die Verfügbarkeit wird ab dem 11. Mai 2026 erwartet. Auf dem Papier handelt es sich um ein Gerät, das nicht nur durch sein Format, sondern auch durch seine konkrete Ausstattung überzeugt – und das in mehrfacher Hinsicht.
Im Vergleich zum Samsung Galaxy Z Fold7 punktet es mit überzeugenden Vorteilen wie einem größeren Akku, schnellerem Laden und einem im Lieferumfang enthaltenen Stylus. Samsung hingegen behält seinen Vorsprung in Sachen Chipsatz und Ökosystem. Das Razr Fold setzt somit vor allem auf die Kombination aus Akkulaufzeit, Display und praktischer Ausstattung. Umso spannender wird es sein zu beobachten, wie sich diese Vorzüge im Praxistest bewähren.
• Autor: Abram Svoboda
Motorola hat viel Mühe in sein erstes faltbares Smartphone Razr Fold gesteckt, und das sieht man auch. Natürlich kennen wir noch keine genauen Parameter, wie beispielsweise die Breite des Smartphones, sein Gewicht usw., aber es lohnt sich auf jeden Fall, auch das zu erwähnen, was bereits auf der diesjährigen CES vorgestellt wurde.

Das Motorola Razr Fold will in drei Hauptkategorien punkten: Kamera, Display und Akku.
Die Kamera besteht aus einem 50-Megapixel-Hauptsensor, einem 50-Megapixel-Weitwinkelobjektiv mit Autofokus und Makrofunktion sowie einer 50-Megapixel-Zoomkamera mit 3-fachem Zoom.
Zum Vergleich nehme ich den Hauptkonkurrenten, das Galaxy Z Fold7. Das neueste Klapphandy von Samsung verfügt zwar über einen neuen 200-MP-Hauptsensor, aber die Weitwinkelkamera mit Zoom wurde vernachlässigt. Es besteht aus einer klassischen 12-MP-Weitwinkelkamera und einer 10-MP-Zoomkamera, die zwar gegenüber den Vorgängerversionen verbessert wurden, aber für ein Ultra-Premium-Flaggschiff dennoch unzureichend sind.
Den größten Unterschied sehe ich jedoch bei den Selfie-Kameras. Das Razr Fold verfügt über eine 20-Megapixel-Kamera auf dem Innenbildschirm und eine 32-Megapixel-Selfie-Kamera auf dem Außenbildschirm. Das Konkurrenzmodell Z Fold7 hat beide Selfie-Kameras mit 10 Megapixeln, was ein relativ großer Unterschied ist. Natürlich sind Megapixel nicht alles, und wir müssen die Tests des Razr Fold in der Praxis abwarten, aber für das neue Modell von Motorola sieht vielversprechend aus.
Das äußere Display des Motorola Razr Fold hat eine Größe von 6,6 Zoll und das innere von 8,1 Zoll. Auf beiden kann der aktive Stylus Moto Pen Ultra mit allen Funktionen verwendet werden. Das ist beim Konkurrenzmodell Z Fold 7 nicht möglich, da Samsung sich entschieden hat, auf diese Funktion zu verzichten, um das Telefon noch dünner zu machen. Beide Panels nutzen die LTPO-OLED-Technologie mit einer Bildwiederholfrequenz von 120Hz und Dolby Vision.
Das flexible Smartphone verfügt auch über eine ordentliche Leistung, für die der Snapdragon 8 Gen 5 sorgt, der derzeit zweitbeste Prozessor von Qualcomm. Den Thron behält der 8 Elite Gen 5 für sich. Das Smartphone soll 7 Jahre lang große Updates für Android erhalten und gehört damit zu den am längsten unterstützten Modellen.
Der letzte große Pluspunkt des Motorola Razr Fold ist der Akku und das Laden. Das neue Modell wird über einen 5.200-mAh-Silikon-Kohlenstoff-Akku mit ultraschneller 90-W-Ladefunktion verfügen. Zum Vergleich: Das koreanische Galaxy Z Fold7 hat einen Akku mit einer Kapazität von 4.400 mAh und einer Ladegeschwindigkeit von nur 25 W. Der große Unterschied beim Akku und die massive Differenz bei der Ladegeschwindigkeit könnten für viele ein großer Anreiz sein. Kombinieren Sie dies mit einer potenziell besseren Kamera und der Unterstützung eines ordentlichen Stylus, und Sie haben einen sehr soliden Konkurrenten vor sich.
Würden Sie auch über das faltbare Fold-Modell von Motorola nachdenken, oder ist das für Sie ein zu großer Sprung ins Ungewisse? Wird die bisher noch ungetestete Software von Motorola mit dem faltbaren Smartphone bestehen können? Wie deutlich wird die Rille in der Mitte des faltbaren Displays sein? So oder so, weitere Konkurrenz für Samsung ist ein guter Schritt, denn in einem wettbewerbsintensiven Umfeld schreiten Innovationen schneller voran.
In der folgenden Tabelle finden Sie die technischen Daten des Telefons..
| Parameter | Motorola Razr Fold |
|---|---|
| Display | Diagonale: inneres Display: 8,1", äußeres Display: 6,6" |
| Typ des Innen- und Außen-Displays: LTPO OLED | |
| Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | |
| Rückkameras | Hauptkamera: 50 Mpx |
| Ultraweitwinkelkamera: 50 Mpx | |
| Teleobjektiv: 50 Mpx, 3fach optischer Zoom | |
| Frontkameras | Äußere Selfie: 32 Mpx |
| Innere Selfie: 20 Mpx | |
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 (erwartet) (3 nm) |
| RAM | Bis zu 16 GB RAM (Vermutung) |
| Interner Speicher | Bis zu 1 TB (UFS 4.1 – Vermutung) |
| Unterstüztung der 5G Netze | ✓ |
| Akku | 5.200 mAh |
| Kabelgebundenes Laden: 90 W | |
| Preis | - |
Motorola hat bislang noch keine Informationen zum Preis veröffentlicht, es wird jedoch spekuliert, dass es in den USA für 1.500 USD, also umgerechnet etwa 1.300 EUR, in den Verkauf gehen könnte. Ein Premium-Preis, aber deutlich niedriger als beim Samsung Fold, das bei etwa 1.950 EUR liegt.
Der Hersteller hat auch keine Informationen über die Verfügbarkeit des Razr Fold bei uns veröffentlicht, aber es ist davon auszugehen, dass das flexible Smartphone auch zu uns kommen wird. Die offizielle Markteinführung ist für die erste Hälfte des Jahres 2026 zu erwarten. Dies ist jedoch keine offizielle Information, diese sollte in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden.
Das Motorola Razr Fold hat bei seiner Vorstellung nicht geknausert und will mit einer leistungsstarken Kamera, einem großzügigen Akku und schneller Ladefunktion punkten. Außerdem soll es günstiger sein als die Konkurrenz. Es setzt auch auf hohe Leistung in Form des fast besten Prozessors von Qualcomm, schnellem Speicher und Arbeitsspeicher. Wie die Realität aussehen wird, müssen wir aber noch eine Weile abwarten.