• Autor: Jozef Kišantal
Nothing hat eine neue Version seines Betriebssystems Nothing OS 5.0 vorgestellt. Das auf Android 17 basierende Update bringt nicht nur einige neue Funktionen mit sich, sondern wirkt sich praktisch auf die gesamte Benutzeroberfläche der Smartphones dieser Marke aus. Es verändert das Erscheinungsbild des Start- und Sperrbildschirms, fügt neue Anpassungsmöglichkeiten sowie eine eigenständige App für das Glyph Interface hinzu und baut zudem die Funktionen von Essential Space und der künstlichen Intelligenz weiter aus. Gleichzeitig hat Nothing bekannt gegeben, welche Smartphones das Update erhalten werden und wann sie ungefähr damit rechnen können.
Nothing hat sich seit der ersten Version seines Betriebssystems einen recht leicht wiedererkennbaren visuellen Stil erarbeitet. Nothing OS 5.0 bleibt diesem Stil treu, doch der Hersteller hat die Benutzeroberfläche an vielen Stellen überarbeitet. Die Änderungen betreffen Typografie, Symbole, Abstände, Animationen und weitere Elemente in den Einstellungen, der Statusleiste, der Kamera, der Galerie sowie den Widgets.
Eine der sichtbaren Neuerungen ist die neue Systemschriftart Geist. Nothing hat außerdem eine Reihe von Symbolen und das Layout der einzelnen Bildschirme angepasst, damit die Benutzeroberfläche einheitlicher wirkt. Der Hersteller verspricht zudem flüssigere Animationen und eine insgesamt geschmeidigere Systemreaktion.
Der Startbildschirm hat eine deutliche Veränderung erfahren. Nothing OS 5.0 ermöglicht es, das Erscheinungsbild des Systems besser an den verwendeten Hintergrund anzupassen. App-Symbole und andere Elemente können Farben übernehmen, die sich direkt aus dem Hintergrund ableiten, ohne dass Nothing dabei seinen charakteristischen minimalistischen und überwiegend monochromen Stil völlig aufgibt.
Neu sind außerdem transparente Widgets und die Möglichkeit, mehrere Symbole oder Widgets gleichzeitig zu verschieben. Bei größeren Anpassungen des Startbildschirms ist es somit nicht mehr notwendig, jedes Element einzeln zu verschieben.
Der überarbeitete Startbildschirm ist jedoch nicht Teil der ersten Open-Beta-Version. Nothing plant, ihn erst zusammen mit der endgültigen Version des Systems zur Verfügung zu stellen.
Weitere Möglichkeiten zur Individualisierung bietet der Sperrbildschirm. Nothing erweitert das Angebot an Zifferblättern um neue Designs. Die Variante Gooey wirkt markanter und verspielter, während das in Vorbereitung befindliche Zifferblatt Micrographics vom technischen und Hardware-Design inspiriert ist.
Die Uhren können zudem besser mit den Farben des verwendeten Hintergrundbildes harmonieren. Auch hier versucht Nothing also, mehr Anpassungsmöglichkeiten anzubieten, ohne das Smartphone optisch in ein völlig anderes System zu verwandeln.
Micrographics wird zusammen mit dem neuen Launcher-Design erst in der endgültigen Version von Nothing OS 5.0 erscheinen.
Die Glyph-Beleuchtungselemente gehören seit Langem zu den markantesten Erkennungsmerkmalen der Nothing-Smartphones und erhalten in Nothing OS 5.0 eine eigene App. Damit konzentriert der Hersteller die Einstellungen der einzelnen Funktionen des Glyph-Interfaces an einer Stelle.
Dazu gehört beispielsweise der Glyph Timer, der direkt vom Startbildschirm aus gestartet werden kann. Die neue App soll auch die weiteren Möglichkeiten der Glyph-Lichtelemente auf unterstützten Smartphones übersichtlicher machen.
Nothing knüpft zudem an den Gedanken an, dass ein Smartphone den Nutzer nicht ständig dazu zwingen muss, auf das Display zu schauen. Zu dieser Philosophie passt auch das Widget Away Time, das dabei helfen soll, Störungen durch das Smartphone für eine bestimmte Zeit zu begrenzen.
Nothing OS 5.0 baut die Funktionen rund um Essential Space weiter aus. Der Hersteller nutzt in den letzten Generationen künstliche Intelligenz beispielsweise für die Bearbeitung von Notizen, Sprachaufzeichnungen oder Inhalten, die mit der Essential-Taste erfasst wurden.
Eine interessante Neuerung sind die Essential Apps. Der Nutzer kann mithilfe natürlicher Sprache eine einfache Anwendung oder ein Tool beschreiben, das er benötigt, und das System erstellt es anschließend. Das resultierende Element lässt sich direkt vom Startbildschirm aus starten, ohne dass der Nutzer programmieren können muss.
Der Essential Apps Builder befindet sich derzeit noch in einer frühen Beta-Version, und Nothing gewährt schrittweise Zugriff darauf.
Auch Essential Voice wird überarbeitet. Nothing beschleunigt die Verarbeitung von Spracheingaben und unterstützt die Transkription in mehr als hundert Sprachen. Weitere Funktionen, wie beispielsweise die Echtzeitübersetzung, sollen später folgen.
Die neue Version des Systems konzentriert sich nicht nur auf das Erscheinungsbild. Nothing kündigt außerdem Leistungsoptimierungen beim Starten von Apps, beim Scrollen, bei der Touch-Steuerung und beim Multitasking an.
Eine verbesserte Verwaltung des Arbeitsspeichers soll unnötiges Neuladen von Apps verhindern. Der praktische Nutzen hängt natürlich auch vom jeweiligen Smartphone, der RAM-Kapazität und den verwendeten Apps ab, doch laut Hersteller zielt Nothing OS 5.0 insgesamt auf eine flüssigere Systemreaktion ab.
Auch die Bluetooth-Steuerung in den Schnelleinstellungen wurde überarbeitet. Verbundene und verfügbare Geräte sollen leichter zugänglich sein, und das Verbinden oder Trennen soll weniger Schritte erfordern.
Die Grundlage von Nothing OS 5.0 bildet Android 17, sodass das Update auch Neuerungen direkt von Google enthält.
Der Nutzer kann beispielsweise das Benachrichtigungsfeld und die Schnelleinstellungen voneinander trennen. So erhält jeder Bereich seinen eigenen Platz, anstatt dass beide Teile des Systems an einer Stelle zusammengefasst sind.
Die Änderungen betreffen auch die Funktion Quick Share. Dateien können mit anderen Geräten in der Umgebung geteilt oder ein QR-Code erstellt werden. Der Nutzer eines anderen Geräts, einschließlich eines iPhones, kann den Inhalt dann über einen sicheren Weblink herunterladen.
Android 17 führt außerdem neue Datenschutzanzeigen und eine überarbeitete Berechtigungsverwaltung ein, sodass besser ersichtlich sein sollte, wann eine App die Kamera, das Mikrofon oder den Standort nutzt.
Zu den weiteren Änderungen gehören eine verbesserte Bildschirmaufzeichnung, neue, räumlichere Noto 3D-Emojis, ein erweiterter Dunkelmodus, separate Lautstärkeregelung für den digitalen Assistenten, Anpassungen bei der Darstellung von HDR-Inhalten sowie ein überarbeitetes Menü der zuletzt geöffneten Apps.
Nothing hat am 26. August 2026 das Open-Beta-Programm für Nothing OS 5.0 gestartet. Als erstes Gerät erhielt das Nothing Phone (3) die Möglichkeit, das neue System zu testen. Weitere unterstützte Modelle werden in den kommenden Monaten nach und nach hinzugefügt.
Zu den unterstützten Geräten gehören beispielsweise das Nothing Phone (4a) Pro, das Phone (4a), das Phone (3a) Pro, das Phone (3a), das Phone (2a), das Phone (2a) Plus, das Phone (3a) Lite, das Phone (4b) und das CMF Phone 2 Pro.
Dagegen Nothing Phone (1), Nothing Phone (2) und CMF Phone 1 haben bereits das Ende des Supports für große System-Updates erreicht und werden Nothing OS 5.0 nicht erhalten.
Die finale Version wird ab Oktober 2026 auf den ersten Smartphones ausgerollt. Das Update wird jedoch nicht für alle Modelle gleichzeitig verfügbar sein, und der Zeitplan kann je nach Region oder Mobilfunkanbieter variieren.
| Modell | Nothing OS 5.0 |
|---|---|
| Nothing Phone (3) | Ja, Open Beta ab dem 26. 8. 2026 |
| Nothing Phone (4a) Pro | Ja |
| Nothing Phone (4a)/td> | Ja |
| Nothing Phone (3a) Pro | Ja |
| Nothing Phone (3a) | Ja |
| Nothing Phone (2a) | Ja |
| Nothing Phone (2a) Plus | Ja |
| Nothing Phone (3a) Lite | Ja |
| Nothing Phone (4b) | Ja |
| CMF Phone 2 Pro | Ja |
| Nothing Phone (2) | Nein |
| Nothing Phone (1) | Nein |
| CMF Phone 1 | Nein |
Die Open Beta ist nach wie vor Testsoftware; Nothing weist daher auf mögliche Fehler, einen höheren Energieverbrauch oder eine geringere Stabilität hin. Vor der Installation wird empfohlen, wichtige Daten zu sichern. Die Rückkehr zur stabilen Version ist über den Nothing Beta Hub möglich, dabei werden jedoch die Daten auf dem Smartphone gelöscht.
Nothing OS 5.0 gehört zu den größten Änderungen am Betriebssystem der Marke in den letzten Jahren. Nothing hat sich diesmal nicht auf einen einzigen herausragenden Feature konzentriert, sondern schrittweise das Design, die Personalisierung, die Leistung, das Glyph-Interface sowie seine KI-Tools optimiert. Dabei behält das System weiterhin seine eigene visuelle Identität bei, die Nothing-Smartphones von den meisten Mitbewerbern unterscheidet.