
Das Vivo V70 Lite 5G sieht auf dem Papier gar nicht schlecht aus. Es bietet ein großes 120-Hz-AMOLED-Display, einen starken Akku, schnelles Laden und eine Ausstattung, die ein solides Smartphone für den täglichen Gebrauch verspricht. Im Test überzeugte es mich vor allem mit seiner Akkulaufzeit, dem angenehmen Display und dem flotten Systembetrieb. Allerdings ist es nicht in allen Disziplinen gleichermaßen überzeugend und einige Kompromisse gibt es dennoch. Wie sich das V70 Lite 5G im Alltag geschlagen hat, sehen wir uns in diesem Test an.
Das neue Vivo V70 Lite 5G kam in einer recht eleganten schwarzen Verpackung, deren Inhalt den heutigen Gepflogenheiten entspricht. Neben dem Smartphone selbst finden Sie darin ein USB-Kabel, ein Werkzeug zum Herausnehmen der SIM-Karte und die erforderliche Dokumentation. Ein Ladegerät gehört nicht zum Lieferumfang. Wenn Sie also zu Hause kein passendes haben, steht noch ein zusätzlicher Kauf an. Auf dem Display ist dagegen bereits ab Werk eine Schutzfolie angebracht, was ich definitiv als angenehmen Bonus werte.
Der Hersteller legt außerdem eine Schutzhülle bei. Dabei handelt es sich nicht um gewöhnliches transparentes Silikon, sondern um eine recht robuste Hülle, die das Smartphone einschließlich des Bereichs um die Kameras schützt. Sie erfüllt also ihren Zweck, verdeckt gleichzeitig aber zuverlässig praktisch das gesamte Design des Smartphones.
Wie ich bereits beim Lieferumfang angedeutet habe, gefällt mir das V70 Lite ohne die mitgelieferte Hülle deutlich besser. Es setzt auf die heute beliebten geraden Seiten, abgerundete Ecken und eine recht zurückhaltende Rückseite. Der Hersteller gibt Abmessungen von 163,77 × 76,28 × 7,59 mm und ein Gewicht von 194 Gramm an. Angesichts des 6.500-mAh-Akkus ist es damit gelungen, ein sehr angenehmes Profil beizubehalten. Das Smartphone ist zwar relativ groß, lag mir aber gut in der Hand und wirkte auch bei längerer Nutzung nicht unnötig schwer.
Auf der rechten Seite befinden sich klassisch die Tasten zur Lautstärkeregelung und die Einschalttaste, die linke Seite bleibt frei. Die geraden Seiten störten mich beim Halten überhaupt nicht und gerade die dünne Konstruktion ist einer der Punkte, die für eine angenehme Bedienung des Smartphones sorgen. Das Vivo V70 Lite 5G wirkt schlicht nicht wie ein Ziegelstein, den Sie versehentlich statt des Smartphones aus der Tasche gezogen haben.
Das auffälligste Element der Rückseite ist das längliche Kameramodul mit zwei großen runden Elementen. Es ragt recht deutlich aus dem Gehäuse heraus, wirkt meiner Meinung nach aber dennoch nicht übertrieben. Daneben befindet sich das runde Aura Light, das die Rückseite etwas belebt und auch beim Fotografieren zum Einsatz kommt. Abgerundet wird die Konstruktion durch die Schutzart IP65. Das Smartphone hält damit Staub und Strahlwasser stand, auf ein Bad mit ihm sollten Sie aber lieber verzichten.
Auf der Rückseite werden Fingerabdrücke recht schnell sichtbar und das Smartphone zieht außerdem gerne Staub an, insbesondere rund um das Kameramodul. Das ist natürlich nichts Ungewöhnliches und lässt sich bei normaler Nutzung mit der mitgelieferten Hülle leicht lösen. Ohne sie sollten Sie jedoch damit rechnen, dass die Rückseite von Zeit zu Zeit abgewischt werden muss, um das elegante Erscheinungsbild zu erhalten. Das Design selbst gefällt mir jedenfalls und die dünne Bauweise halte ich angesichts des großen Akkus für gelungen.
Das Vivo V70 Lite 5G verfügt über ein 6,77" großes AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 2.392 × 1.080 Pixeln und einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Im täglichen Gebrauch war ich mit dem Display zufrieden. Das Bild ist ausreichend scharf, die Farben sind angenehm kräftig und Schwarz ist dank der verwendeten Technologie tatsächlich schwarz. Die flüssigen 120 Hz machen sich bei der Navigation im System, beim Surfen im Web und in sozialen Netzwerken bemerkbar und lassen das Smartphone subjektiv flotter wirken.
Der Hersteller gibt eine lokale Spitzen-Helligkeit von bis zu 3.000 Nits an, was für diese Preisklasse ein sehr guter Wert ist. Mit der Lesbarkeit im Freien hatte ich keine größeren Probleme und das Display bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung nutzbar. Die Displayränder sind meiner Meinung nach angesichts der Preisklasse völlig in Ordnung und auch der etwas deutlichere untere Rand stört im normalen Gebrauch nicht.
Für die Leistung des Vivo V70 Lite 5G sorgt der im 4-nm-Verfahren gefertigte MediaTek Dimensity 7400-Turbo, der in der deutschen Variante von 6 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher ergänzt wird. Der RAM lässt sich per Software um weitere 6 GB erweitern. Bei der normalen Nutzung hatte ich mit der Leistung keinerlei wesentliche Probleme. Das System reagiert schnell, der Wechsel zwischen Apps bereitet dem Smartphone keine Schwierigkeiten und für den täglichen Betrieb steht genügend Leistung zur Verfügung. Der Hersteller erwähnt außerdem eine intelligente Kühlung und bei unterstützten Spielen bis zu 90 fps. Das V70 Lite 5G bewältigt den gewöhnlichen täglichen Einsatz damit problemlos und bietet auch für weniger anspruchsvolles Gaming genügend Leistung.
Deutlich mehr Freude machte mir beim V70 Lite der 6.500-mAh-Akku, der sich während des Tests als eine der größten Stärken des Smartphones erwies. Selbst bei intensiverer Nutzung musste ich tagsüber nicht nervös nach einer Steckdose Ausschau halten und am Abend war in der Regel noch eine ordentliche Portion Energie übrig. Die große Kapazität ist umso erfreulicher, weil sie in einem dünnen Gehäuse untergebracht werden konnte. Der Hersteller gibt bis zu 27,5 Stunden YouTube-Wiedergabe an und nach 1.700 Ladezyklen soll der Akku noch mindestens 80 % seiner ursprünglichen Kapazität besitzen. Internationale Erfahrungsberichte nennen auch eine Laufzeit von zwei Tagen, die ich bei zurückhaltenderer Nutzung ebenfalls erreichen konnte. Die große Zahl in der Tabelle dient hier also nicht nur zur Zierde.
Wenn die Energie dann doch einmal aufgebraucht ist, kommt 90W FlashCharge ins Spiel. Vivo gibt unter eigenen Laborbedingungen eine Aufladung von 1 auf 100 % in etwa 52 Minuten an, wobei zehn Minuten an der Steckdose Energie für bis zu 6,6 Stunden YouTube-Wiedergabe liefern sollen. Das Netzteil ist allerdings, wie bereits beim Lieferumfang erwähnt, nicht in der Verpackung enthalten. Die Kombination aus großem Akku und schnellem Laden halte ich jedenfalls für einen der größten Vorteile des Vivo V70 Lite 5G. Die Akkulaufzeit hat mich einfach angenehm überrascht und die Steckdose wurde während des Tests definitiv nicht zu meinem besten Freund.
Das Vivo V70 Lite 5G kommt mit Android 16 und der Benutzeroberfläche OriginOS 6. Während des Tests habe ich mich schnell an die Umgebung gewöhnt und hinsichtlich der Funktionsweise habe ich nur wenig auszusetzen. Die Reaktionen sind schnell, die Animationen flüssig und es gibt genügend Möglichkeiten, Aussehen und Bedienung anzupassen. Gerade die flüssige Bedienung und die modernere Gestaltung von OriginOS 6 werden auch in internationalen Tests anderer Modelle der V70-Reihe gelobt.
Zum System gehören selbstverständlich auch Funktionen, die künstliche Intelligenz nutzen. Gemini ist ebenfalls dabei und KI kommt beispielsweise bei der Fotobearbeitung zum Einsatz, bei der Vivo Werkzeuge zum Entfernen unerwünschter Objekte aus Bildern anbietet. Der Hersteller nutzt KI außerdem bei der Funktion AI SuperLink, die das Netzwerk intelligent auswählen und zur Stabilität der Verbindung beitragen soll. Das höher positionierte V70 bietet noch deutlich mehr KI-Funktionen, beim V70 Lite hängt deren Verfügbarkeit jedoch von Region, Sprache und der jeweiligen App ab. Deshalb würde ich daraus nicht um jeden Preis einen Katalog künstlicher Intelligenz machen.
Nach dem ersten Start müssen Sie außerdem mit einer größeren Zahl vorinstallierter Apps und Spiele rechnen. Nicht alle davon habe ich genutzt, glücklicherweise lassen sich viele jedoch einfach deinstallieren und die Umgebung anschließend nach den eigenen Vorstellungen anpassen. OriginOS 6 selbst ließ sich während des Tests gut bedienen, ist flott, übersichtlich und bietet genügend Einstellungsmöglichkeiten. Bei einem neuen Smartphone würde ich mir lediglich eine etwas zurückhaltendere grundlegende Softwareausstattung und weniger Ballast wünschen.
Die Kameraausstattung des Vivo V70 Lite 5G ist recht einfach gehalten. Die Hauptrolle übernimmt eine 50-MP-Kamera mit Sony-IMX882-Sensor im Format 1/1,95", Autofokus und einer Blende von f/1,79. Ergänzt wird sie durch eine 8-MP-Ultraweitwinkelkamera mit f/2,2 und einem Sichtfeld von 120°. Auf der Vorderseite finden wir eine 32-MP-Selfie-Kamera mit f/2,45. Ein Teleobjektiv oder eine separate Makrokamera gibt es nicht. Vivo ergänzt außerdem ein zweifarbiges, ringförmiges Aura Light und Videos können in bis zu 4K aufgenommen werden.
Der Hersteller baut die Kameraausstattung vor allem rund um den Hauptsensor von Sony, Porträts und das ringförmige Aura Light auf. Im Test zeigte sich, dass vor allem die Hauptkamera bei guten Lichtverhältnissen die besten Ergebnisse liefert, während der Ultraweitwinkelsensor aufgrund seiner Auflösung von 8 MP etwas stärkere Einschränkungen aufweist. Es lohnt sich daher, beide Kameras getrennt zu bewerten, denn ihre Möglichkeiten und die resultierende Bildqualität unterscheiden sich recht deutlich.
Die Ultraweitwinkelkamera des Vivo V70 Lite 5G bietet eine Auflösung von 8 MP und ein Sichtfeld von 120°. Damit eignet sie sich vor allem für Landschaften, Architektur oder Situationen, in denen Sie mehr von der Szene auf das Foto bekommen möchten. Bei guten Lichtverhältnissen nimmt sie Bilder auf, die auf dem Display des Smartphones gut wirken. Bei genauerem Hinsehen macht sich jedoch die niedrigere Sensorauflösung bemerkbar, insbesondere bei feineren Strukturen, weiter entfernten Objekten oder zu den Bildrändern hin, wo die Schärfe allmählich abnimmt.
Vivo setzt bei der Ultraweitwinkelkamera auf eine deutlichere Bildverarbeitung, sodass insbesondere Himmel und Grünflächen auf manchen Aufnahmen gesättigter wirken können. Dadurch erscheinen die Fotos auf den ersten Blick effektvoll, obwohl sie nicht immer exakt der Realität entsprechen. Anspruchsvoller sind für die Kamera Szenen mit großen Unterschieden zwischen Licht und Schatten, bei denen ein Teil der Details verloren gehen kann. Beim Fotografieren direkt gegen die Sonne können außerdem Reflexionen auftreten, was beispielsweise auf der Aufnahme beim Hotel zu sehen ist.
Die Grenzen des 8-MP-Sensors zeigen sich am deutlichsten bei einer genaueren Betrachtung der Fotos oder bei stärkerem Heranzoomen, wenn feinere Strukturen nicht mehr so gut wiedergegeben werden. Für gewöhnliche Schnappschüsse, soziale Netzwerke oder das Erfassen einer breiteren Szene erfüllt die Ultraweitwinkelkamera jedoch ihren Zweck und erweitert die Möglichkeiten des gesamten Kamerasystems sinnvoll. Wenn es Ihnen vor allem um möglichst viele Details und insgesamt eine höhere Bildqualität geht, lohnt es sich, der 50-MP-Hauptkamera den Vorzug zu geben.
Die Hauptkamera ist eindeutig der stärkere Teil der Kameraausstattung des Vivo V70 Lite 5G. Sie verwendet einen 50-MP-Sony-IMX882-Sensor im Format 1/1,95" mit einer Blende von f/1,79 und Autofokus. Bei guten Lichtverhältnissen gelingen ihr gute Aufnahmen mit angenehmer Schärfe in der Bildmitte und einer soliden Menge an Details. Im Vergleich zur Ultraweitwinkelkamera ist der Unterschied bei der Detailzeichnung deutlich sichtbar und gerade den Hauptsensor würde ich für gewöhnliche Fotos am häufigsten verwenden.
Auch die Hauptkamera setzt auf eine deutlichere Bildverarbeitung. Die Farben sind kräftiger, was insbesondere bei blauem Himmel oder Grünflächen auffällt, sodass die Fotos auf dem Smartphone-Display auf den ersten Blick attraktiv wirken. Wer eine möglichst naturgetreue Wiedergabe der Szene bevorzugt, kann die Sättigung in manchen Situationen bereits als stärker empfinden. Bei sehr feinen Strukturen, etwa Fell oder Gras, ist bei genauerem Hinsehen außerdem eine softwareseitige Nachschärfung zu erkennen, bei der normalen Betrachtung wirken die Ergebnisse jedoch gut.
Etwas anspruchsvoller sind für die Hauptkamera Szenen mit einem starken Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen. Bei grellem Sonnenlicht kann in sehr hellen oder umgekehrt sehr dunklen Bildpartien ein Teil der Zeichnung verloren gehen, insgesamt schlägt sich der 50-MP-Hauptsensor jedoch deutlich besser als die Ultraweitwinkelkamera. Am besten sehen seine Fotos direkt auf dem Smartphone-Display aus, wo die kräftigeren Farben und die insgesamt effektvolle Darstellung zur Geltung kommen. Für gewöhnliche Aufnahmen bei Tageslicht leistet die Hauptkamera des Vivo V70 Lite 5G damit gute Arbeit.
Bei Nahaufnahmen kann das V70 Lite angenehm überraschen. Eine separate Makrokamera besitzt das Smartphone nicht, sodass die Hauptkamera mit 50 MP diese Aufgabe übernimmt. Bei richtig gewähltem Abstand kann sie eine schöne Menge an Details erfassen, was beispielsweise auf dem Foto der Blüte gut zu sehen ist. Die einzelnen Blütenblätter weisen eine ordentliche Zeichnung auf und das Hauptmotiv hebt sich natürlich vom Hintergrund ab. Die Farben sind erneut kräftiger, bei solchen Aufnahmen kommt das dem Ergebnis meiner Meinung nach jedoch eher zugute.
Die Kamera-App ermöglicht außerdem einen bis zu 10-fachen Digitalzoom. Bei niedrigeren Vergrößerungen kann der Zoom nützlich sein, bei der maximalen 10-fachen Vergrößerung müssen Sie jedoch mit einem spürbaren Qualitätsverlust rechnen. Feinere Details verschwinden nach und nach und beispielsweise bei Blättern, Fenstern oder Fassaden ist bereits eine weichere Zeichnung erkennbar. Die zehnfache Vergrößerung sehe ich daher eher als ergänzende Möglichkeit für Situationen, in denen Sie ein entferntes Objekt heranholen müssen, denn als Ersatz für ein separates Teleobjektiv.
Bei Nachtaufnahmen stößt das V70 Lite bereits an die Grenzen seiner Kameraausstattung. Im normalen Modus sind die Bilder eher dunkel und in schattigen Bereichen gehen einige Details verloren, was beispielsweise an der Vegetation im Vordergrund gut zu erkennen ist. Lichtquellen bewältigt das Smartphone recht gut, bei anspruchsvolleren Nachtszenen lohnt es sich jedoch, zum separaten Nachtmodus zu greifen, der deutlich mehr aus dem Foto herausholen kann.
Nach dem Wechsel in den Nachtmodus wird die Szene deutlich aufgehellt und auf dem Foto erscheinen wesentlich mehr Details, insbesondere in den ursprünglich dunklen Bereichen. In unserem Fall veränderte sich gleichzeitig auch die Farbwiedergabe und die Aufnahme erhielt einen wärmeren bis gelbgrünen Farbstich, der vor allem bei der Vegetation und auf Holzflächen sichtbar ist. Feinere Strukturen bleiben eher weich. Der Nachtmodus liefert somit ein helleres Ergebnis mit mehr sichtbaren Details, gleichzeitig müssen Sie jedoch mit einer gewissen Verschiebung der Farbwiedergabe rechnen.
| Parameter | Vivo V70 Lite 5G 6/256 GB |
|---|---|
| Display | 6,77" AMOLED, 2.392 × 1.080 px, 120 Hz, bis zu 3.000 Nits |
| Prozessor | MediaTek Dimensity 7400-Turbo |
| RAM / Speicher | 6 GB / 256 GB |
| Hauptkamera | 50 Mpx, f/1,79 |
| Ultraweitwinkelkamera | 8 Mpx, f/2,2 |
| Frontkamera | 32 Mpx, f/2,45 |
| Video | 4K / 30 fps, Full HD / 60 fps, EIS |
| Akku | 6.500 mAh |
| Kabelgebundenes Laden | 90 W FlashCharge |
| Reverse Charging | 10 W |
| Schutzart | IP65 |
| Abmessungen | 163,77 × 76,28 × 7,59 mm |
| Gewicht | 194 g |
| SIM | Dual SIM (2× Nano-SIM), eSIM |
| Konnektivität | 5G, Wi-Fi, Bluetooth 5.4, NFC, USB-C |
| System | Android 16, OriginOS 6 |
| Preis | 365,90 € |
Der erste direkte Konkurrent ist das Samsung Galaxy A27 5G, das sich in einer sehr ähnlichen Preisklasse bewegt. Das Vivo hat vor allem mit seinem 6.500-mAh-Akku und dem deutlich schnelleren 90W-Laden die Nase vorn, interessant wirkt auch sein Dimensity 7400-Turbo. Beide Smartphones bieten ein 120-Hz-AMOLED-Display und genügend Leistung für den gewöhnlichen täglichen Einsatz. Wenn also vor allem Akkulaufzeit und schnelles Nachladen Priorität haben, besitzt das Vivo V70 Lite 5G mehrere starke Argumente.
Das Samsung Galaxy A27 5G punktet dagegen mit seiner 50-MP-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung OIS und der bekannten One-UI-Oberfläche. Die Prioritäten der beiden Smartphones unterscheiden sich also vor allem in diesen Punkten. Das Galaxy A27 5G kann Nutzer ansprechen, die Samsungs Benutzeroberfläche und die optische Stabilisierung der Hauptkamera bevorzugen, während das Vivo V70 Lite 5G mit einem deutlich größeren Akku und schnellerem 90W-Laden kontert. Die Wahl zwischen beiden Modellen hängt daher vor allem davon ab, welche Eigenschaften für Sie wichtiger sind.
Der zweite Konkurrent ist das Realme 16 5G, das dem V70 Lite möglicherweise noch ähnlicher ist. Es bietet ein 6,57" großes 120-Hz-AMOLED-Display, 256 GB Speicher und ebenfalls einen großen Akku. Vivo setzt dem vor allem das schnelle 90W-Laden und den Dimensity-7400-Turbo-Chip entgegen. Realme bietet dafür 8 GB Arbeitsspeicher und ein geringeres Gewicht. Beide Modelle stellen damit etwas unterschiedliche Ansätze für ein gut ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone dar.
Auch die Kameraausstattung des Realme ist recht einfach konzipiert. Die 50-MP-Hauptkamera wird durch einen 2-MP-Sensor ergänzt, während wir auf der Vorderseite eine 50-MP-Kamera finden. Bei der Entscheidung zwischen beiden Smartphones spielen daher die übrigen Ausstattungsmerkmale eine größere Rolle. Das Vivo V70 Lite 5G punktet vor allem mit Leistung, schnellem 90W-Laden und einer Ultraweitwinkelkamera, während das Realme Nutzer ansprechen kann, die mehr Arbeitsspeicher und eine leichtere Konstruktion bevorzugen.
Vivo V70 Lite 5G
HandysDas Vivo V70 Lite 5G zeigte im Test, dass seine größten Stärken bei der Akkulaufzeit, dem Display und der täglichen Nutzung liegen. Der große 6.500-mAh-Akku schafft bei zurückhaltenderer Nutzung sogar zwei Tage und auch das schnelle 90W-Laden gefällt. Gelungen ist das 120-Hz-AMOLED-Display und angesichts des großen Akkus schätze ich auch das angenehm dünne Gehäuse. Die Leistung reicht für die gewöhnliche Nutzung problemlos aus. Die Kameraausstattung hat ihre Grenzen, insbesondere bei der Ultraweitwinkelkamera und bei Nacht. Der Hauptsensor liefert bei guten Lichtverhältnissen jedoch solide Ergebnisse. Das Vivo V70 Lite 5G spricht damit vor allem Nutzer an, die eine lange Akkulaufzeit, schnelles Laden und ein gelungenes Display bevorzugen.
| Lieferumfang: ★★★★★ 98 % | Design und Verarbeitung: ★★★★★ 95 % |
| Display: ★★★★★ 100 % | Hardware: ★★★★★ 93 % |
| Laden und Akkulaufzeit: ★★★★★ 100 % | System: ★★★★★ 95 % |
| Kameras: ★★★★★ 85 % |
|
| Gesamtbewertung: ★★★★★ 95 % | |
Vorteile
Nachteile
Jan Vavřík
In meiner Freizeit beschäftige ich mich nicht nur mit aktuellen Neuheiten, sondern auch mit nostalgischen Rückblicken in die Welt der Mobiltelefone. Ich bin sowohl mit Apple-Technologie als auch mit dem „grünen Androiden“ vertraut – besonders mit dem aus südkoreanischer Produktion. Außerdem bin ich aktiver Schriftsteller und ein großer Fan von deutschen Boxern, Stephen King, J. R. R. Tolkien, Karel Čapek, Karl May und allem, was mit Griechenland zu tun hat – insbesondere mit der Insel Korfu.
• Autor: Jozef Kišantal
Vivo erweitert sein Angebot auf dem deutschen Markt um das V70 Lite, ein neues Mittelklasse-Smartphone, das vor allem mit einem großen 120-Hz-AMOLED-Display und einer überdurchschnittlichen Akkulaufzeit dank eines Akkus mit einer Kapazität von 6.500 mAh überzeugen möchte. Auch das schnelle 90-W-Laden und das moderne Design erfreuen, jedoch gibt es eine Schwachstelle. Lassen Sie uns einen Blick auf die Neuheit werfen.
Die Vorderseite wird von einem 6,77-Zoll-AMOLED mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz eingenommen. Vivo gibt eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits an, ein Parameter, der sich draußen in der Sonne als nützlich erweisen wird. Und dieser Wert sollte für ein komfortables Betrachten ausreichen. Im Display des Smartphones ist zudem ein optischer Fingerabdrucksensor integriert.
Das Vivo V70 Lite erhält nur IP65, also eine grundlegende erhöhte Beständigkeit gegen Staub und Strahlwasser. Zum Baden oder für stärkeren Kontakt mit Wasser ist es nicht geeignet, was einige potenzielle Nutzer bedauern könnten.
Für die Leistung des V70 Lite sorgt der MediaTek Dimensity 7400 (Turbo). Das klingt an sich für die Mittelklasse vernünftig und akzeptabel, jedoch ist die Kombination mit 6 GB RAM heutzutage schon grenzwertig. Wenn Sie möchten, dass das Smartphone auch in ein oder zwei Jahren noch flüssig läuft und anspruchsvolleres Multitasking bewältigt, wird viel von der Optimierung der Benutzeroberfläche abhängen. Diese wird hier durch Android 16 mit dem Überzug OriginOS 6 repräsentiert.
Auf der Rückseite des Vivo V70 Lite finden wir die Hauptkamera von Sony mit 50 MP. Ihr zur Seite steht ein 8-MP-Ultraweitwinkelobjektiv mit einem Sichtfeld von 120°. Ein besonderes Element ist die ringförmige Aura-LED zur Beleuchtung, die von den rückseitigen Kameras genutzt werden kann. Im Punch-Hole des Displays befindet sich zudem eine 32-MP-Selfie-Kamera.
In das 7,69 mm dünne Gehäuse passt ein 6.500-mAh-Akku, was kein schlechter Wert ist. Er sollte dem Smartphone eine gute Ausdauer verleihen. Wenn dann die Energie zur Neige geht, wird der Akku mit bis zu 90 W kabelgebundenem Laden wieder aufgeladen.
Was die Verfügbarkeit des Vivo V70 Lite betrifft, ist die Neuheit bereits bei Alza.de gelistet und wir warten derzeit auf den Wareneingang. Sie können es bereits bestellen, den genauen Termin werden wir später bestätigen. Der Preis des V70 Lite beträgt 434,74 €, aktuell können Sie es jedoch mit dem Code VIVOV70LITEDE zum Aktionspreis von 355,69 € erhalten.
Das Vivo V70 Lite punktet vor allem mit seinem Display und der voraussichtlichen Akkulaufzeit: 120-Hz-AMOLED, hohe Helligkeit, 6.500 mAh und 90-W-Laden sind sehr verlockend. Eine Schwachstelle sind hingegen die 6 GB RAM, was bei einem Smartphone in dieser Preisklasse eine unnötige Einschränkung sein kann, sowie die IP65-Zertifizierung, die es nicht zu einem „sorgenfreien“ Handy für das Wasser macht.
| Parameter/Modell | Vivo V70 Lite |
|---|---|
| Display | Diagonale: 6,77" |
| Auflösung: 2.392 × 1.080 px, - ppi | |
| Typ: AMOLED | |
| Bildwiederholrate bis zu: 120 Hz | |
| Schutz: - | |
| Rückseitige Kameras | Hauptkamera: 50 MP, f/1.8 |
| Weitwinkel: 8 MP, 120°, f/2.2 | |
| Video: 4K bei 30 fps, 1080p bei 30 fps | |
| Frontkamera | 32 MP, f/2.5 |
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 7s Gen 2 |
| GPU | Adreno 710 |
| RAM | 6 GB |
| Interner Speicher | 256 GB |
| Betriebssystem | Android 16 |
| Unterstützung von 5G-Netzen | ✓ |
| 3,5-mm-Klinke | ✕ |
| Schutzart | IP65 |
| Akku | 6.500 mAh |
| Schnellladen / kabelloses Laden: 90 W / - | |
| Abmessungen | 163,8 × 76,3 × 7,7 mm |
| Gewicht | 194 g |
| Preis | ab 434,74 € |