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Netbooks: Langsame, aber günstige Notebooks. Warum gehören sie der Vergangenheit an?

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Chromebooks • Teil 9 • Autor: Michal Rybka

Obwohl das OLPC-Projekt gescheitert ist, hat es ein interessantes technologisches Erbe hinterlassen: Andere Hersteller begannen ebenfalls, über die Idee erschwinglicher Laptops nachzudenken. Laptops gehörten traditionell zu den teureren Geräten, und die Benutzer mussten oft zwischen einem leistungsstarken Desktop und einem tragbaren Laptop wählen, da sie sich nicht beides leisten konnten. Genau dieses Problem sollten Netbooks lösen – günstige, kleine und hochportable Laptops, die sich auf grundlegende Büroarbeit, Internetverbindung und ähnliche Aufgaben konzentrierten.

Netbooks
  1. Asus Eee PC: Der Pionier der Netbooks
  2. Kompromisse und Vorteile der Netbooks
  3. Aufstieg der Tablets und Kritik an Netbooks
  4. Der Niedergang und das Ende der Netbook-Ära

Asus Eee PC: Der Pionier der Netbooks

Im Jahr 2007 stellte Asus erstmals sein neues Gerät vor: Asus Eee PC 701. Diese besondere Abkürzung steht für „Easy to learn, easy to work, easy to play" – und das Gerät bot nicht nur Portabilität und Einfachheit, sondern auch einen Preis von 399 USD. Zunächst wurde der Computer mit dem Betriebssystem Xandros verkauft, doch Asus einigte sich sehr schnell mit Microsoft und begann, ihn mit Windows XP anzubieten. Er war mit einem recht langsamen Celeron-Prozessor ausgestattet und verfügte über wenig Speicher und Festplattenspeicher, der jedoch erweitert werden konnte. Aufgrund des niedrigen Preises verkauften sich die Computer wie verrückt – und innerhalb eines Jahres verkaufte Asus fast 5 Millionen Stück.

Asus Eee PC: erstes Netbook
Asus PC 700, der im Oktober 2007 auf den Markt kam. Quelle: Wiki

Kompromisse und Vorteile der Netbooks

Netbooks eigneten sich nur für grundlegende Arbeiten, aber da sie sehr günstig waren, wurden sie auch als Zweitcomputer attraktiv für Benutzer, die sich vermutlich keinen zweiten Computer gekauft hätten. Aufgrund des niedrigen Preises sahen die Benutzer darüber hinweg, dass Computer mit Intel-Atom- oder Transmeta-Crusoe-Prozessoren wirklich langsam waren und die günstigeren Modelle kleine und minderwertige Displays hatten. Die Hersteller glaubten, dass der Druck zur Kostensenkung der Hauptgrund für ihren Erfolg war.

Aufstieg der Tablets und Kritik an Netbooks

Das Ende der Netbooks kam aus einer unerwarteten Richtung – von Steve Jobs, der 2010 das erste Apple iPad vorstellte. Steve Jobs verglich gerne Apple-Produkte mit der Konkurrenz – und er hasste besonders hässliche und billig gestaltete Geräte, über die er sich regelrecht lustig machte. Bei der Vorstellung des iPads erwähnte er Netbooks, die seiner Meinung nach „in nichts wirklich gut“ waren – und im Vergleich zum iPad sahen sie sehr altbacken aus. Vielleicht war es nicht fair, aber Jobs traf genau die Schwachstelle der billig gestalteten und konstruierten Netbooks.

Der Niedergang und das Ende der Netbook-Ära

Das Interesse an Netbooks begann zu sinken, obwohl allmählich qualitativ hochwertigere und besser verarbeitete Modelle auf den Markt kamen. Das Problem war jedoch, dass mit der steigenden Qualität der Netbooks auch ihr Preis stieg und damit ihr ursprünglicher Vorteil verloren ging. Der Unterschied zwischen Netbooks und normalen Notebooks verschwamm allmählich, bis Netbooks als Kategorie ihre eigene Identität verloren.

Das letzte Modell der Eee-Reihe war der Laptop Asus EeeBook X205 für 199 USD, der mit Windows 8 ausgestattet war. Danach gab Asus die Marke Eee auf und widmet sich heute klassischen Laptops und Ultrabooks. Die Ära der Netbooks ist vorbei – und für einfaches Surfen im Netz wurden sie vollständig durch Smartphones, Tablets und Chromebooks ersetzt.

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