
Ich bin schon seit Langem ein Fan von Motorola, und als der Hersteller das Modell Signature vorstellte, weckte es sofort meine Neugier. Es besticht vor allem durch sein extrem schlankes Gehäuse mit einer Dicke von 6,99 mm, hochwertige Materialien und einen starken Fokus auf die Kameraausstattung. Auf dem Papier wirkt es somit wie ein Gerät, das nicht nur durch sein Design, sondern auch durch seine Ausstattung überzeugen will. Damit einher geht jedoch auch ein recht selbstbewusster Preis, der automatisch die Erwartungen in die Höhe treibt. Wie hat sich das Motorola Signature in der Praxis geschlagen und kann es sich unter den heutigen Flaggschiffen behaupten? Genau das habe ich in meinem heutigen Testbericht untersucht.
Schon die Verpackung macht deutlich, dass das Motorola Signature in einer etwas anderen Liga spielen will. Die schwarze, recht lange Schachtel wirkt eher wie die Verpackung eines Luxus-Elektrogeräts als die eines gewöhnlichen Handys. Auf dem Deckel finden wir den dezenten Schriftzug des getesteten Handys und einen kleinen Hinweis auf „Sound by Bose“, was darauf hindeutet, dass der Hersteller auch an die Klangqualität gedacht hat.
Das Material der Schachtel ist matt und wirkt hochwertig, zieht aber gleichzeitig leicht Fingerabdrücke an. Mit anderen Worten: Der luxuriöse Eindruck ist da, nur das Herz eines Fingerabdruck-Experten würde höher schlagen.
Als ich den Deckel öffnete, erwartete mich eine kleine Überraschung. In den oberen Teil ist nämlich ein Umschlag mit der Dokumentation und einer Schutzhülle eingeschoben. Beim ersten Aufklappen des Deckels fällt das gesamte Paket ganz leicht heraus. Bei anderen Herstellern ist der obere Deckel meist leer, hier jedoch nicht. Ich muss zugeben, dass ich kurz erschrocken war, dass mir gerade etwas auf den Tisch gefallen war – zum Glück war es kein Telefon.
Das Motorola Signature liegt sicher im unteren Teil der Verpackung und ist durch eine Schutzfolie geschützt. Neben den erforderlichen Unterlagen finden Sie hier auch ein USB-C-Kabel und die bereits erwähnte durchsichtige Hülle, die über einen markanten Kreis für das kabellose Laden verfügt.
Motorola hat das Unboxing des Signature-Modells recht stilvoll gestaltet – es ist zwar keine theatralische Inszenierung, aber die Verpackung wirkt definitiv etwas durchdachter als bei gewöhnlichen Smartphones.
ls ich das Motorola Signature zum ersten Mal in die Hand nahm, fiel mir sofort seine geringe Dicke auf. Das Smartphone misst 162,1 × 76,4 × 6,99 mm und wiegt 186 Gramm, sodass es in der Hand überraschend zierlich wirkt. In einer Zeit, in der manche Flaggschiff-Handys eher an kleinere Taschenziegel erinnern, wirkt das Signature fast unerwartet schlank. Die Dicke von unter sieben Millimetern fällt einem schon beim ersten Anfassen auf – das Handy ist einfach sehr dünn und man spürt es in der Tasche kaum.
Und hier komme ich zu einem Punkt, der rein subjektiv ist. Gerade diese extreme Schlankheit hat mich anfangs tatsächlich ein wenig gestört. Wenn ich das Telefon in die Tasche steckte, hatte ich oft das Gefühl, nichts darin zu haben – als hätte ich es irgendwo vergessen. Es ist ein seltsames Gefühl, aber wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Gewöhnung. Ich habe nämlich jahrelang deutlich dickere und robustere Handys benutzt, sodass das Motorola Signature fast ungewöhnlich zierlich wirkte. Für manche kann das aber genau das Gegenteil sein, nämlich ein großer Vorteil – das Handy ist leicht und stört nicht.
Trotz seiner geringen Dicke wirkt das Signature jedoch nicht zerbrechlich. Der Rahmen ist aus Metall und das gesamte Telefon macht einen sehr soliden Eindruck. Die Seiten sind flach, die Tasten sitzen gut im Rahmen und die Konstruktion hält ohne jegliches Knarren zusammen. Motorola ist es somit gelungen, ein sehr dünnes Gehäuse mit dem Eindruck eines Premium-Geräts zu verbinden.
Die Rückseite ist wohl der interessanteste Teil des gesamten Designs. Motorola hat hier kein klassisches Glas verwendet, sondern eine Oberfläche, die an fein gewebten Stoff erinnert. Auf den ersten Blick sieht es fast wie Stoff aus – irgendwo zwischen einer hochwertigen Laptoptasche und einem eleganten Notizbuch. Es ist eine ungewöhnliche Lösung, fühlt sich aber sehr angenehm an. Außerdem bleiben deutlich weniger Fingerabdrücke darauf zurück als auf einer glänzenden Rückseite, sodass das Motorola Signature auch nach längerem Gebrauch relativ sauber bleibt.
Dominant auf der Rückseite ist das große Kameramodul. Die Metallplatte mit vier runden Elementen wirkt recht markant und versucht keineswegs, unauffällig zu sein. In natura wirkt sie jedoch nicht störend – im Gegenteil, die gesamte Anordnung verleiht dem Smartphone einen leicht technischen Charakter und macht deutlich, dass die Fotografie hier eine wichtige Rolle spielen wird.
Auf der Vorderseite des Motorola Signature erstreckt sich ein 6,8" LTPO AMOLED Display mit einer Auflösung von 2.780 × 1.264 Pixeln. In der Praxis bedeutet dies, dass der Text wunderbar scharf ist, Fotos reichlich Details aufweisen und ich bei normaler Nutzung nicht das Gefühl hatte, dass das Display irgendwo an Leistung einbüßt. Das Display unterstützt zudem HDR10+ und Dolby Vision und ist nach dem Pantone-Standard kalibriert, sodass die Farben nicht übermäßig gesättigt wirken.
Eine große Rolle spielt auch die adaptive Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz. Dadurch laufen sowohl die Systemmenüs als auch das einfache Scrollen im Internet wunderbar flüssig. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der Inhalt buchstäblich unter meinen Fingern gleitet – fast so, als würde man mit dem Finger über einen frisch polierten Tisch streichen. Der Hersteller gibt zudem eine maximale Helligkeit von bis zu 4.500 Nits an, sodass es draußen in der Sonne buchstäblich fantastisch war.
Das Display des Motorola Signature ist an den Seiten leicht gewölbt, und hier muss ich eine kleine persönliche Schwäche zugeben – ich bin eher ein Fan von flachen Displays. Nicht wegen des Aussehens, das ist nach wie vor elegant, sondern vor allem aus praktischen Gründen. Ein Schutzglas auf ein gewölbtes Display zu kleben, ist nämlich ein Erlebnis, das an den Versuch erinnert, einen Zauberwürfel blind zu lösen. Glücklicherweise ist die Wölbung nicht besonders stark, sodass mich unbeabsichtigte Berührungen im normalen Gebrauch nicht gestört haben.
Insgesamt hat mir das Signature-Display sehr gut gefallen. Es ist groß, sehr hell und dank der hohen Bildwiederholfrequenz auch wunderbar flüssig. Es ist genau die Art von Bildschirm, an die man sich schneller gewöhnt als an neue Schuhe. Die Rückkehr zu meinem eigenen iPhone 15 war tatsächlich ziemlich schmerzhaft.
Im Inneren des Motorola Signature arbeitet ein Snapdragon 8 Gen 5, ergänzt durch bis zu 16 GB LPDDR5X-RAM und einen schnellen UFS 4.1-Speicher. In der Praxis bedeutet das, dass wirklich genug Leistung vorhanden ist. Im normalen Gebrauch bin ich auf keine Situation gestoßen, in der das Smartphone ins Stocken geraten wäre – Apps öffneten sich schnell, das System reagierte zügig und der Wechsel zwischen den Programmen erfolgte ohne Verzögerung. Motorola setzt zudem auf ein relativ robustes Kühlsystem mit einer großen Verdampfungskammer und ArcticMesh-Technologie, die dazu beiträgt, auch bei anspruchsvolleren Aufgaben eine stabile Leistung aufrechtzuerhalten.
Das von mir getestete Motorola Signature-Modell verfügte über 512 GB Speicherplatz – eine Kapazität, die wirklich reichlich Spielraum bietet. Der Speicherplatz reicht für die meisten Nutzer einfach aus, und während des Tests habe ich bei weitem nicht an die Grenzen seiner Kapazität gestoßen.
Ein großes Plus ist der Akku mit einer Kapazität von 5.200 mAh, was angesichts der Dicke des Telefons eine ziemlich beeindruckende Zahl ist. Motorola verwendet hier zudem eine moderne Si/C-Zelle (Silicon-Carbon), die eine höhere Energiedichte ermöglicht – mit anderen Worten: Es ist gelungen, mehr Energie in das relativ dünne Gehäuse zu packen, als man erwarten würde. Im normalen Gebrauch kam ich problemlos über den ganzen Tag hinweg aus, und abends blieben mir in der Regel noch etwa 25 bis 35 % Akku übrig. Mit anderen Worten: Ich nahm das Telefon morgens vom Ladegerät, nutzte es den ganzen Tag für soziale Netzwerke, gelegentliches Fotografieren oder Musik und musste abends nicht nervös nach einer Steckdose suchen.
Wenn es jedoch ans Aufladen geht, verschwendet das Motorola Signature keine Zeit. Das Smartphone unterstützt 90-W-TurboPower-Laden, wodurch der Akku in etwa zwanzig Minuten auf etwa die Hälfte seiner Kapazität aufgeladen werden kann. Außerdem wird 50-W-Wireless-Laden unterstützt, und auch Reverse Charging, ist vorhanden, sodass das Smartphone als improvisiertes Ladegerät dienen kann.
Auch der Klang des Telefons ist auf jeden Fall eine kurze Erwähnung wert. Das Motorola Signature verfügt über Stereolautsprecher mit Dolby-Atmos-Unterstützung, die zu den besseren gehören, die man heute bei Smartphones finden kann. Die Lautsprecher sind relativ laut, Dialoge in Videos bleiben gut verständlich und der Gesamtklang ist für mobile Verhältnisse überraschend voll. Und falls Ihnen das doch nicht reichen sollte, können Sie vielleicht noch die aktuelle Aktion des Herstellers nutzen, bei der er dem Smartphone seinen tragbaren Motorala Moto Sound Flow Lautsprecher beilegt, dessen Testbericht ich gerade für Sie vorbereite.
Insgesamt wirkt die Hardware sehr ausgewogen. Es gibt genügend Leistung, ausreichend Speicherplatz und das Aufladen geht angenehm schnell. Nur beim Prozessor habe ich mir manchmal gedacht: Hätte Motorola sich für die Elite-Version des Chips entschieden, hätte das Flaggschiff wirklich alles geboten, ohne auch nur den geringsten Zweifel.
Das Motorola Signature läuft unter Android 16, ergänzt durch die Benutzeroberfläche Hello UI. Motorola bleibt hier seiner traditionellen Philosophie eines relativ übersichtlichen Systems treu, das nicht überladen ist und nah am Basis-Android bleibt. Das Menü ist übersichtlich, die Animationen sind flüssig, und während der Nutzung hatte ich das Gefühl, dass das System schnell und ohne unnötige Komplikationen reagiert. Ich persönlich mag diesen Ansatz – das Smartphone versucht nicht, schlauer zu sein als der Nutzer, und man muss sich nicht mühsam durch die Menüs klicken, um zu den grundlegenden Funktionen zu gelangen.
Ein großes Thema ist natürlich auch die KI, die Motorola als Moto AI bezeichnet. Das Smartphone nutzt eine multimodale generative KI, die mit Sprache, Text und Bildern arbeiten kann. In der Praxis bedeutet dies, dass die KI beispielsweise bei der Bearbeitung von Bildschirminhalten, bei der Suche nach Informationen oder bei der Bearbeitung von Fotos hilft. Eine wichtige Rolle spielt sie auch bei der Verarbeitung von Kameraaufnahmen, wo sie dabei hilft, Details und Farben zu optimieren oder den Zoom einzustellen.
Motorola legt zudem großen Wert auf Sicherheit. Das Signature nutzt die ThinkShield-Plattform, die eine zusätzliche Schutzebene für das System und die Benutzerdaten bietet und dazu beiträgt, das Gerät vor verschiedenen Sicherheitsbedrohungen zu schützen.
Ein großer Pluspunkt ist auch der langfristige Software-Support. Motorola verspricht bis zu sieben Jahre lang System-Updates und Sicherheitspatches, was definitiv eine gute Nachricht ist. Insgesamt hat mir die Software sehr gut gefallen. Die Hello UI bleibt übersichtlich, das System ist schnell und die KI funktioniert eher als unauffälliger Helfer im Hintergrund als als Funktion, die um jeden Preis auf sich aufmerksam machen will. Und manchmal ist genau das genau das, was man eigentlich von einem Smartphone erwartet.
Die Rückseite des Motorola Signature wirkt recht minimalistisch – zumindest so lange, bis man ein großes Detail bemerkt. Denn das Kameramodul in der linken oberen Ecke zieht sofort alle Blicke auf sich. Motorola versucht hier gar nicht, unauffällig zu sein – im Gegenteil, das Unternehmen macht deutlich, dass die Kamera eines der Hauptverkaufsargumente des Modells ist. Zumindest sehe ich das so.
Die Hauptrolle spielt hier der 50-Megapixel-Sensor Sony LYTIA 828 mit optischer Bildstabilisierung und einer Blende von f/1,6. Er ist für den Großteil der Fotos verantwortlich, und Motorola setzt offensichtlich am meisten auf ihn. In der Praxis habe ich einen sehr guten Eindruck von ihm.
Die Fotos weisen eine ausreichende Detailgenauigkeit und einen soliden Dynamikumfang auf – selbst bei bewölktem Himmel bleiben sowohl entfernte Hügel und Wälder als auch kleinere Elemente in der Stadt oder im Vordergrund der Landschaft gut erkennbar. Gras, Bäume und Häuser behalten ihre Struktur bei, und das Bild wirkt auch bei starker Vergrößerung nicht unscharf. Angenehm wirkt auch die Farbwiedergabe, die in Zusammenarbeit mit Pantone abgestimmt wurde. Insgesamt handelt es sich um eine Kamera, die unter normalen Bedingungen zuverlässig funktioniert und genau das bietet, was man vom Hauptsensor eines Flaggschiff-Smartphones erwartet.
Der zweite Sensor des Signature-Modells ist eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera mit einem Bildwinkel von etwa 122°. Sie eignet sich vor allem für Landschafts-, Architektur- oder Gruppenfotos, bei denen mehr Raum im Bild erfasst werden soll. Motorola nutzt diesen Sensor zudem für den Makromodus, sodass das Smartphone beim Fotografieren von sehr nahen Objekten automatisch auf diesen umschaltet.
Auf den Beispielfotos ist gut zu erkennen, wie der deutlich breitere Bildausschnitt ganze Hänge und Wiesen erfassen kann, ohne dass das Bild unnatürlich wirkt. Die typische Verzerrung in den Ecken ist nur gering. Zwar sind die Details etwas weniger zahlreich als beim Hauptsensor, doch wirken die Fotos ausgewogen. Eine angenehme Überraschung ist auch die Farbwiedergabe – die Farben bleiben denen der Hauptkamera sehr ähnlich, sodass die Szene beim Wechsel zwischen den Objektiven farblich nicht anders wirkt.
Wie ich bereits erwähnt habe, sind Makroaufnahmen ein Thema. Das Motorola Signature schneidet in dieser Disziplin sehr gut ab. Die Details der Blüten sowie die Struktur der Birkenrinde werden mit angenehmer Schärfe, feiner Zeichnung und natürlichen Farben eingefangen. Die Kamera meistert auch kleine Strukturen – zum Beispiel die Falten der Blütenblätter oder winzige Schichten der Rinde. Erfreulich ist auch der natürlich unscharfe Hintergrund, der das Motiv von der Szene abhebt und den Aufnahmen eine angenehme Tiefe verleiht.
Das dritte Element der Signature-Modellreihe ist ein 50-Megapixel-Teleobjektiv mit Periskopkonstruktion, das einen 3-fachen optischen Zoom und eine digitale Vergrößerung bis zu sehr hohen Werten bietet. Gerade der dreifache optische Zoom ist jedoch in der Praxis am wichtigsten – in diesem Bereich bleiben die Fotos sehr gut scharf und bewahren genügend Details, was sich beispielsweise bei Architektur oder weiter entfernten Landschaftsteilen gut erkennen lässt. Er eignet sich somit zum Beispiel für Details von Gebäuden, Türmen oder Kompositionen, an die man physisch nicht näher herankommt. Die Farbwiedergabe bleibt dabei relativ konsistent mit dem Hauptsensor, und die Fotos wirken nicht übermäßig nachgeschärft.
Die maximale Vergrößerung basiert hauptsächlich auf dem Digitalzoom und der massiven Unterstützung durch künstliche Intelligenz, die versucht, fehlende Details zu ergänzen. Das Smartphone kann entfernte Objekte wirklich deutlich heranholen – beispielsweise sind ein Kirchturm oder kleine architektonische Elemente auf dem Bild immer noch gut erkennbar. Andererseits sieht man bereits, dass das Bild einer stärkeren Bearbeitung unterzogen wurde: Feine Details verschmelzen stellenweise, Kanten werden leicht nachgeschärft und die Textur wirkt nicht natürlich. Die Ergebnisse sind jedoch keineswegs unbrauchbar und eignen sich gut für die grobe Erfassung sehr weit entfernter Szenen oder Details – man muss nur damit rechnen, dass hier bereits die Software und die KI das Sagen haben, nicht die Optik selbst.
Ein besonderes Highlight der Kameraausstattung des Motorola Signature ist die Farbanpassung mithilfe von Filtern. Das erste Bild unten ist unbearbeitet und wirkt recht realistisch – die Farben sind gedämpft, passen zum bewölkten Wetter und die gesamte Szene hat einen natürlich kühleren, leicht grauen Farbton.
Der Tokio-Filter „warm“ hingegen erwärmt die Szene deutlich: Das Gras erhält einen gelblichen Schimmer, Häuser und Landschaft wirken lebendiger, und das Bild hat eine angenehmere, fast schon vorabendliche Atmosphäre. „Tokio Radiant“ schlägt einen anderen Weg ein – der Kontrast ist spürbar stärker, grüne und blaue Töne sind ausgeprägter, und das Gesamtbild wirkt dynamischer. Der letzte Tokio-Filter „kalt“ hingegen betont die kühlen Blau- und Grautöne, unterdrückt warme Farben und schafft eine melancholischere, neblige Atmosphäre, die eigentlich ganz gut zu der bewölkten Berglandschaft passt. Ich persönlich nutze keine Filter auf meinem Handy, aber ich glaube, dass es viele Nutzer gibt, die sie zu schätzen wissen.
Natürlich habe ich auch versucht, mit dem Handy nachts zu fotografieren. Die Nachtaufnahmen gehören beim Motorola Signature zu den angenehmen Überraschungen. Bei der Straßenaufnahme ist mir aufgefallen, dass das Handy den Kontrast zwischen Dunkelheit und einer starken Lichtquelle recht gut bewältigt – die Lampe ist nicht extrem überbelichtet und die Umgebung bleibt gut erkennbar. Die Kamera bewahrt eine solide Detailfülle an den Häusern, Zäunen und auf der Straße und hält gleichzeitig das Rauschen auf einem vernünftigen Niveau. Das zweite Foto mit dem Mond zeigt zudem, dass sie auch mit einer schwierigeren Szene am Himmel zurechtkommt, wo die Wolken eine sichtbare Struktur haben und nicht flach wirken. Ich persönlich schätze es, dass das Bild des Himmels nicht übermäßig aufgehellt wirkt, sondern eher die natürliche Atmosphäre der Nachtszene bewahrt.
Beim Fotografieren hatte ich den Eindruck, dass die gesamte Kamerakombination des Motorola Signature in verschiedenen Aufnahmesituationen ausgewogen und zuverlässig funktioniert. Der Hauptsensor liefert natürliche Farben und reichlich Details in der Landschaft, während das Bild beim Heranzoomen überraschend scharf bleibt und auch bei feinen Ästen oder der Architektur im Hintergrund keine Struktur verliert. Gerade beim Zoomen ist mir aufgefallen, dass das Smartphone die Schärfe besser hält, als ich es bei einem Gerät dieser Kategorie erwartet hätte. Insgesamt machte die Kamera auf mich einen soliden Eindruck – sie setzt vielleicht nicht um jeden Preis auf auffällige Farben, sondern eher auf ein natürliches Erscheinungsbild und stabile Ergebnisse, was ich persönlich mehr schätze als die übermäßig gesättigten „Malbücher“, die die Konkurrenz manchmal präsentiert.
Auf der Vorderseite des Signature befindet sich eine 50-Megapixel-Selfie-Kamera, die in einer kleinen Aussparung im Display versteckt ist. Sie bietet eine sehr gute Qualität sowohl für Videoanrufe als auch für Selbstporträts. Die Fotos sind scharf, die Farben wirken natürlich, und das Smartphone kommt auch mit schlechteren Lichtverhältnissen recht gut zurecht. Die Selfie-Kamera gehört somit zu den besseren, die man heute in Smartphones findet.
Wenn ich mir die Smartphones anschaue, die dem Motorola Signature in einer ähnlichen Preisklasse Konkurrenz machen können, fällt mir als Erstes das Xiaomi 17. ein. Preislich liegen beide Modelle sehr nah beieinander, nur ihre Ausrichtung ist unterschiedlich. Motorola versucht vor allem mit dem Aussehen zu punkten – es ist deutlich dünn, wirkt leicht und hebt sich vom Design her etwas von den heutigen Flaggschiff-Handys ab. Das Xiaomi hingegen wirkt praktischer und technisch orientierter. Es ist kompakter, hat flache Kanten und legt vor allem großen Wert auf Leistung, was dank des Snapdragon 8 Elite Gen 5-Chips auch seine Stärke ist.
Unterschiedliche Ansätze zeigen sich auch bei den Kameras. Motorola setzt auf drei 50-MP-Sensoren einschließlich eines Teleobjektivs und bietet damit eine relativ vielseitige Kameraausstattung für verschiedene Situationen. Xiaomi stützt sich hingegen auf Kameras, die in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt wurden und den Aufnahmen einen etwas anderen Charakter verleihen. Wenn man also ein Smartphone sucht, das sich durch sein Design auszeichnet, sehr dünn ist und sich ein wenig von der Masse abhebt, wird das Motorola Signature wahrscheinlich attraktiver sein. Wenn jedoch höchste Leistung und technisch möglichst leistungsstarke Hardware Priorität haben, wirkt das Xiaomi 17 wie ein zuverlässiger technologischer Arbeitstier.
Ein weiterer interessanter Konkurrent des getesteten Signature ist das Google Pixel 10 Pro. Preislich liegen beide Geräte in einer ähnlichen Kategorie, doch ihre Philosophie unterscheidet sich. Das Pixel schlägt einen anderen Weg ein. Sein Design ist zurückhaltend und typisch für diese Serie, doch der Schwerpunkt liegt auf der Software, den fortschrittlichen KI-Funktionen und der allgemeinen Systemoptimierung.
Einfach gesagt: Wenn jemand ein Smartphone sucht, das stilvoll, dünn und gleichzeitig sehr gut ausgestattet ist, ist das Motorola Signature eine gute Wahl. Wenn jedoch erstklassige Fotografie und ein perfekt abgestimmtes Android-System im Vordergrund stehen, verhält sich das Pixel 10 Pro fast wie ein erfahrener Fotograf – es weiß meist genau, was zu tun ist, damit das Foto gut gelingt. Das Motorola ist also eher ein designorientiertes Flaggschiff, während das Pixel ein präzises Werkzeug für diejenigen darstellt, die vor allem großartige Fotos und eine saubere Software wollen.
Motorola Signature
HandysDas neue Motorola Signature ist ein Smartphone, das auf etwas andere Weise zu überzeugen versucht – vor allem durch sein extrem dünnes Gehäuse und sein originelles Design. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um ein stilvolles Accessoire. Es bietet ein hervorragendes Display, ausreichend Leistung und eine sehr leistungsfähige Kameraausstattung. Wer also auf der Suche nach einem eleganten, sehr dünnen und gut ausgestatteten Flaggschiff ist, für den ist das Motorola Signature definitiv eine Überlegung wert. Mich persönlich schreckt beim Kauf vor allem der höhere Preis ab, der zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Rezension bei 949 Euro liegt. Dieser wirkt im Vergleich zu einigen Mitbewerbern nämlich recht ambitioniert.
Vorteile
Nachteile
Jan Vavřík
In meiner Freizeit beschäftige ich mich nicht nur mit aktuellen Neuheiten, sondern auch mit nostalgischen Rückblicken in die Welt der Mobiltelefone. Ich bin sowohl mit Apple-Technologie als auch mit dem „grünen Androiden“ vertraut – besonders mit dem aus südkoreanischer Produktion. Außerdem bin ich aktiver Schriftsteller und ein großer Fan von deutschen Boxern, Stephen King, J. R. R. Tolkien, Karel Čapek, Karl May und allem, was mit Griechenland zu tun hat – insbesondere mit der Insel Korfu.
• Autor: Jan Vavřík
Motorola meldet sich erneut in der Spitzenklasse zurück. Diesmal gibt es keine Kompromisse, sondern ein Smartphone, das das Ziel hat, sich neben den stärksten Akteuren auf dem Markt zu positionieren. Das Motorola Signature setzt auf eine Kombination aus hoher Leistung, markantem Design und einer Ausstattung, die eindeutig auf das Premiumsegment abzielt. Womit versucht es zu überzeugen und warum könnte es auch Nutzer ansprechen, die bisher nicht mit dieser Marke gerechnet haben?
Motorola macht mit dem Modell Signature laut offiziellen Spezifikationen deutlich, dass es ernsthaft eine Rückkehr in die Elite anstrebt. Das Telefon soll außergewöhnlich schlank sein – mit einer Dicke von etwa sieben Millimetern (genauer gesagt 6,99 mm) erinnert es eher an ein elegantes Notizbuch als an ein klassisches robustes Smartphone.
Gleichzeitig hat der Hersteller darauf geachtet, dass das Gewicht bei etwa 186 Gramm liegt, was darauf hindeutet, dass das Telefon weder schwerfällig noch übermäßig zerbrechlich wirken soll.
Das Design des Motorola Signature kombiniert einen Metallrahmen und eine Rückseite mit einer ungewöhnlichen strukturierten Oberfläche Motorola gibt an, dass es sich von Textilien inspirieren ließ – das Ergebnis ist eine Oberfläche, die nicht durch Glanz, sondern durch Praktikabilität besticht. Und das ist auch gut so. Weniger Fingerabdrücke, besserer Halt und das Gefühl, dass das Telefon nicht bei der ersten Gelegenheit aus der Hand rutscht, klingen wie Kleinigkeiten, die im täglichen Gebrauch mehr Freude bereiten als ein Spiegeleffekt.
Auch die Widerstandsfähigkeit kommt nicht zu kurz. Laut Hersteller erfüllt das Motorola Signature die Zertifizierungen IP68 und IP69 und die Konstruktion entspricht dem Militärstandard MIL-STD-810H. Mit anderen Worten: Das Telefon sollte Regen, Staub und weniger schonende Behandlung ohne Probleme überstehen, ohne dabei beleidigt zu wirken.
Laut offiziellen Spezifikationen verfügt das Motorola Signature über ein großes 6,8 Zoll Extreme AMOLED Panel mit einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz. Die Bewegung im System sollte flüssig und die Reaktionen schnell sein, zumindest laut den Angaben auf dem Papier. Das Scrollen sollte eher an das Gleiten auf Eis erinnern als an das Hüpfen auf Treppen.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Unterstützung von Dolby Vision, aber auch die maximale Helligkeit von bis zu 6.200 Nits. Dieser Wert klingt fast wie eine Marketingmaßnahme, bedeutet in der Praxis jedoch vor allem, dass das Display auch im Freien bei grellem Licht gut lesbar bleibt, wo viele Telefone kampflos aufgeben.
Laut offiziellen Spezifikationen setzt das Motorola Signature auf erstklassige Hardware, die den Ambitionen eines Flaggschiffmodells gerecht werden soll. Für den Betrieb des Telefons sorgt einer der neuesten und leistungsstärksten Chips der Plattform Snapdragon der Serie 8 Gen 5, also eine Lösung, die auch für die Zukunft ausgereift ist.
Der Hersteller kombiniert diesen leistungsstarken Chip mit großzügigem Arbeitsspeicher (16 GB) und schnellem internem Speicher (512 GB), sodass das Telefon weder beim Multitasking noch bei anspruchsvolleren Anwendungen ins Stocken geraten sollte. Das Wechseln zwischen den Apps sollte somit nur eine Frage von Sekunden sein und keine kurze Denkpause erfordern. Und wenn Sie gelegentlich gerne „alles auf einmal öffnen“, sollte Ihnen das Motorola Signature laut den technischen Daten dabei nicht im Wege stehen.
Laut offiziellen Spezifikationen basiert die Kamera des Motorola Signature auf einem einfachen Prinzip: eine hohe Auflösung über die gesamte Baureihe hinweg und ein Schwerpunkt auf Vielseitigkeit. Auf der Rückseite befinden sich drei 50-Megapixel-Kameras.
Die Hauptkamera nutzt einen 50-Megapixel-Sensor von Sony namens LYTIA 828 und ist als Hauptwerkzeug für die meisten fotografischen Situationen gedacht. Motorola hebt dabei die Unterstützung fortschrittlicher Softwareverarbeitung sowie die Möglichkeit hervor, Videos mit einer Auflösung von bis zu 8K und Dolby Vision-Unterstützung aufzunehmen. Auf dem Papier handelt es sich also nicht nur um eine Kamera, sondern um ein Gerät, das auch anspruchsvolle Videoaufnahmen ohne zusätzliche Technik bewältigen kann.
Ein weiteres herausragendes Merkmal ist das periskopische Teleobjektiv mit einer Auflösung von 50 Megapixeln, das auf dem Sony LYTIA 600 Sensor basiert. Es bietet einen 3-fachen optischen Zoom und die Möglichkeit einer deutlich höheren Vergrößerung durch den Digitalzoom, den Motorola als Super Zoom Pro bezeichnet.
Das dritte Mitglied der Reihe ist eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera, die sich für Momente eignet, in denen ein klassischer Bildausschnitt einfach nicht ausreicht. Motorola präsentiert sie als vollwertigen Bestandteil der Ausstattung und nicht nur als Notlösung. Dies soll dazu beitragen, eine konsistente Qualität über verschiedene Szenen hinweg zu gewährleisten.
Insgesamt wirken die Kameras von Motorola Signature laut Hersteller nicht wie das Streben nach einer einzigen Marketingzahl, sondern wie der Versuch, ein ausgewogenes Fotopaket anzubieten. Wenn sich die technischen Daten auf dem Papier auch in der Praxis bestätigen, sollte das Telefon die meisten Situationen bewältigen können, ohne dass man lange überlegen muss, welches Objektiv eigentlich zum Einsatz kommen soll.
Der Akku des Motorola Signature hat laut offiziellen Angaben eine Kapazität von 5.200 mAh, was problemlos für einen ganzen Tag bei normaler Nutzung ausreichen sollte. Der Hersteller spricht von einer langen Akkulaufzeit (52 Stunden) auch bei anspruchsvolleren Szenarien.
Wenn es ums Laden geht, macht das Signature keine halben Sachen. Es unterstützt kabelgebundenes 90-W-TurboPower-Laden, das den Akku sehr schnell wieder auffüllt, und verfügt außerdem über kabelloses Laden mit einer Leistung von bis zu 50 W. Ein praktischer Bonus ist auch das kabellose Reverse-Laden, beispielsweise für Kopfhörer oder andere Kleinigkeiten.
| Parameter/Modell | Motorola Signature | Motorola Edge 70 |
|---|---|---|
| Display | Diagonale: 6,8" | Diagonale: 6,7" |
| Display-Auflösung: 2 780 × 1 264 px | Display-Auflösung:: 2 712 × 1 220 px | |
| Typ: AMOLED | Typ: AMOLED | |
| Max. Helligkeit: 6.200 Nits | Max. Helligkeit: 4.500 Nits | |
| Bildwiederholfrequenz bis zu: 165 Hz | Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | |
| Rückkameras | Hauptkamera: 50 Mpx | Hauptkamera: 50 Mpx |
| Ultraweitwinkelkamera: 50 Mpx | Ultraweitwinkelkamera: 50 Mpx | |
| Teleobjektiv: 50 Mpx Periskop, 3× optischer Zoom | Teleobjektiv: x | |
| Frontkamera | 50 Mpx | 50 Mpx |
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 | Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4 |
| RAM | 16 GB | 12 GB |
| Interner Speicher | 512 GB | 512 GB |
| Unterstützung der 5G Netze | ✓ | ✓ |
| 3,5mm Klinke | ✕ | ✕ |
| Akku | 5.200 mAh | 4.800 mAh |
| Kabelgebundenes Laden: 90 W / kabelloses Laden: 50 W | Kabelgebundenes Laden: 68 W / kabelloses Laden: 15 W | |
| Preis | 949 EUR | 699 EUR |
Das Motorola Signature ist bereits auf den europäischen Märkten erhältlich und wurde auch offiziell in den Verkauf gebracht. Es ist derzeit in der Konfiguration 12 GB/512 GB zum Preis von 949 EUR inkl. MwSt. erhältlich
Das Motorola Signature setzt nicht auf ein einziges auffälliges Element, sondern auf eine ausgewogene Kombination von Parametern, die als Ganzes funktionieren sollen. Ob sich diese Strategie bewährt, wird sich erst im praktischen Einsatz und in der endgültigen Form der Software zeigen.