Optische Bildstabilisierung (OIS)

Wie funktioniert die optische Bildstabilisierung?

Das Prinzip ähnelt der mechanischen Stabilisierung, mit dem Unterschied, dass die Bewegung nicht am Sensor, sondern an der Linsenbewegung stattfindet. Somit erreicht ein stabiles Bild, das im Sucher sichtbar ist, den Sensor.

Bei schlechten Lichtverhältnissen müssen häufig längere Verschlusszeiten eingestellt werden, damit die Bilder nicht zu dunkel werden. Dies birgt jedoch das Risiko unscharfer Bilder, da die Kamera ohne Stativ nicht vollständig ruhig gehalten werden kann. Der Bildstabilisator kompensiert jedoch das Händezittern des Fotografen, sodass auch bei langen Verschlusszeiten (z.B. 1/30 sec.) die Bilder noch scharf sind.

Vor- und Nachteile der optischen Stabilisierung

  • Es kommet nicht zur Bildverschlechterung
  • Das Stabilisierungsergebnis ist sofort im Sucher sichtbar
  • Sie kann mit allen verfügbaren Auflösungen verwendet werden
  • Der wichtigste Teil der Kamera (Sensor) ist mechanisch befestigt
  • Bei Kameras mit austauschbaren Objektiven muss jedes Objektiv optisch stabilisiert sein
  • Sie ist nicht in Weitwinkelobjektiven eingebaut
  • Bei Aufnahmen von Bewegungen kommt sie nicht zum Einsatz
  • Höherer Stromverbrauch
Eine Fotografie mit und ohne optische Staniliserung

Foto links ohne Objektivstabilisierung. Rechts ein Bild, das mit einer optischen Stabilisierungslinse aufgenommen wurde.

i Jede Art der Stabilisierung hat ihre Vor- und Nachteile, selbst die Hersteller sind sich nicht einig, welche die beste ist. Canon und Nikon bevorzugen die optische Stabilisierung von Objektiven, dies ist jedoch nicht immer so. Sony, Pentax und Olympus wiederum die Stabilisation im Körper, also die mechanische Stabilisierung.

Wann ist die optische Stabilisierung wirksam?

Die optische Stabilisierung kann sowohl bei Tageslicht als auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut eingesetzt werden, jedoch nur bei ruhigen Szenen. In diesem Fall ermöglicht die Stabilisierung Aufnahmen mit bis zu dreimal längerer Belichtungszeit, als ohne Stabilisierung.

Wann hilft die optische Stabilisierung nicht?

Umgekehrt ist die Stabilisierung machtlos, wenn wir eine sich bewegende Szene aufnehmen möchten. Dies liegt daran, dass der Stabilisator die Linsen innerhalb des Objektivs bewegt, um die Bewegung der Hände des Fotografen auszugleichen. Eine sich schnell bewegende Szene lässt sich am besten mit einer kurzen Verschlusszeit in Kombination mit einer Lichtstarken Linse aufnehmen.


Schau mal