Das Xiaomi Redmi 17 ist ein typischer Vertreter der Budget-Klasse – eine schöne Rückseite, ein riesiger 7.500-mAh-Akku, ein Kopfhöreranschluss und ein Preis, der unter zweihundert Euro bleibt. Nach einer Woche in der Hand stelle ich jedoch fest, dass sich hinter dieser schönen Fassade ein wesentliches Problem verbirgt: Das Telefon ist wirklich langsam. Wie sehr?
Das Xiaomi Redmi 17 gehört zur untersten Budget-Klasse – in Deutschland erhalten Sie es ab 191,60 €. Für diesen Preis können Sie kein Flaggschiff-Erlebnis erwarten, aber dennoch ging ich mit der Erwartung in den Test, dass HyperOS 3 von Xiaomi normalerweise auch aus schwächerer Hardware eine ordentliche Flüssigkeit herausholen kann. Ob das auch dieses Mal gelungen ist, erfahren Sie in den folgenden Zeilen – und ich nehme gleich vorweg, dass das Telefon ein ambivalentes Stück ist: In mancher Hinsicht überrascht es angenehm, in anderer erschüttert es den Sinn fürs Detail. Schauen wir uns das im Detail an.
Das Auspacken des Redmi 17 wird niemanden umhauen, aber für diesen Preis erwartet das von Xiaomi auch niemand. In der langweiligen grauen Box finden Sie das Telefon, ein USB-C-Kabel und eine einfache transparente Silikonhülle. Ein Ladegerät fehlt, ebenso eine gedruckte Anleitung – nur ein QR-Code und eine grundlegende Quick-Start-Karte sind vorhanden.
Der erste Eindruck vom Xiaomi Redmi 17 ist durchaus positiv. Das Telefon hat eine wirklich schöne Rückseite – ein ungewöhnliches Motiv, eine markante Kamerainsel und ein mattes Finish, das dem Gerät Charakter verleiht. In der Oak Green-Variante (die ich getestet habe) sieht das Telefon eine Klasse teurer aus, als es der Preis vermuten lässt. Das dunkle Grün mit einem sanften Farbverlauf wirkt dezent und spielt bei Tageslicht mit den Augen – es rutscht nicht in die „billige“ Schiene ab, wie es bei Budget-Telefonen manchmal der Fall ist. Beim Rahmen hat Xiaomi auf Kunststoff gesetzt, aber das stört überhaupt nicht – die Oberfläche ist matt, rutscht nicht in der Hand und ist im Alltag kaum von Aluminium zu unterscheiden. Für einen Budget-Preis ist das eine großartige Entscheidung. Im Gegenteil – ein Kunststoffrahmen ist stoßfester und weniger anfällig für Risse als ein Aluminiumrahmen.
Ein Detail, das meinen Sinn für präzise Verarbeitung triggert, ist die untere Kante. Die Öffnungen für den USB-C-Anschluss, den Hauptlautsprecher und das Mikrofon sind sichtbar nach unten verschoben, also zur unteren Kante des Telefons hin, und nicht so ausgerichtet, wie wir es von teureren Geräten gewohnt sind. Das wirkt ein wenig „unfertig“ – als ob der Hersteller nicht für die zusätzliche Präzision beim Bohren der Löcher bezahlen wollte. Unter normalen Umständen würde ich es dabei belassen, aber bei einem Telefon, dessen Design ansonsten recht ansprechend ist, bedauere ich das einfach.
Konstruktionstechnisch handelt es sich um ein flaches Telefon mit schärferen Kanten. Die Abmessungen von 170,12 × 78,42 × 8,8 mm und ein Gewicht von 232 Gramm — für ein Budget-Gerät relativ massiv, aber das ist die logische Konsequenz des riesigen Akkus im Inneren. Für kleinere Hände wird es eher eine „Schaufel“ sein, für den durchschnittlichen Benutzer ist es in Ordnung. Die Vorderseite wird durch Corning Gorilla Glass 7i geschützt, was eine neue Generation von Schutzglas speziell für die Mittel- und Unterklasse ist — es sollte einen Sturz aus einem Meter Höhe auf eine harte Oberfläche überstehen. Die Widerstandsfähigkeit des gesamten Gehäuses hält die Zertifizierung IP64, ist also gegen Staub und Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt. Für ein vollständiges Eintauchen reicht es nicht, aber Regen oder das Verschütten von Getränken übersteht es problemlos.
Farbvarianten für den deutschen Markt: Deep Blue, Black, Oak Green und Lotus Purple. Ich habe Oak Green getestet und würde es definitiv empfehlen – das dunkle Grün mit Farbverlauf ist eine dezente und zugleich interessante Wahl. Lotus Purple ist für diejenigen, die ein auffälligeres Gerät möchten, Deep Blue ist ein Klassiker und Black ist eine sichere Bank.
Eine Besonderheit, die man bei einem Budget-Telefon nicht so leicht findet, ist der RGB-Benachrichtigungsring, der eines der Objektive auf der Rückseite umrahmt. In den Einstellungen können Sie konfigurieren, dass er bei eingehenden Anrufen, Benachrichtigungen, beim Aufladen oder beim Spielen ausgewählter Spiele aufleuchtet — ein Konzept, mit dem sich normalerweise nur deutlich teurere Geräte rühmen (das Nothing Phone hat eine ähnliche Glyph-Apparatur, nur viel ausgefeilter). Die Idee ist toll, die Umsetzung aber leider schwach: Die LED leuchtet nur schwach, sodass der Ring bei stärkerer Beleuchtung – geschweige denn auf einer sonnigen Straße – praktisch nicht wahrnehmbar ist. Sie sehen ihn nur in der Dämmerung auf dem Tisch richtig. Schade, mit einer etwas helleren Diode wäre es ein gelungenes Designelement.
Das 6,9" LCD-Hauptdisplay ist einer der Punkte, an denen der Budget-Preis am meisten spürbar ist. Die Auflösung von 1.600 × 720 Pixeln (HD+) ist für eine so große Diagonale niedrig – wenn man an Full-HD-Panels oder AMOLEDs gewöhnt ist, wirkt kleine Schrift in Chrome oder in Apps leicht verschwommen, Texte sind nicht ganz scharf. Die adaptive Bildwiederholfrequenz von 120 Hz sollte theoretisch für ein flüssiges Bild sorgen, aber dem ist nicht so — das Telefon ruckelt so stark, dass die 120 Hz eigentlich gar nicht zur Geltung kommen können. Wir werden das im Abschnitt Leistung im Detail analysieren.
Für einen Budget-Preis ist ein LCD verständlich, aber die Blickwinkel sind schwach. Wenn Sie das Telefon zur Seite neigen, bekommen die Farben einen violetten Stich und der Kontrast fällt ab. Auch das Kinn unter dem Display ist wirklich groß – bei Budget-Telefonen ist das ein typischer Kompromiss, aber bei dieser Diagonale wirkt es markanter, als es sich gehören würde. Die Selfie-Kamera sitzt in einem Punch-Hole in der Mitte des oberen Displaybereichs, was eine moderne Lösung ist, die ich für einen Budget-Preis nicht erwartet hätte.
Auf der positiven Seite: Das Panel unterstützt DC-Dimming zur Schonung der Augen und den Xiaomi Sunlight Mode für Versuche, die Lesbarkeit im Freien zu verbessern. Die Farben sind bei direktem Blick auf das Display angenehm, keine deutliche Verzerrung. Für das Ansehen von YouTube oder Netflix in HD-Qualität reicht es, für Filme in 4K würde ich mich aber lieber vor den Fernseher setzen. Wo die Lesbarkeit wirklich ein Problem ist, ist bei direkter Sonneneinstrahlung — das Display ist draußen schlecht zu erkennen, auf einer sonnenbeschienenen Straße musste ich mich oft in den Schatten flüchten, um überhaupt etwas lesen zu können. Das ist einer der Hauptgründe, warum das Telefon für die häufige Nutzung im Freien wirklich nicht zu empfehlen ist.
Und da sind wir beim Hauptproblem des gesamten Telefons. Das Xiaomi Redmi 17 wird vom Chipsatz MediaTek Helio G91 Ultra angetrieben – der Zusatz „Ultra“ klingt interessant, aber ultra ist er definitiv nicht. Es handelt sich um einen Entry-Level-12nm-Chip mit acht Kernen (Cortex-A75 + Cortex-A55) bei einer maximalen Frequenz von nur 2,0 GHz und einer Mali-G52 MC2-Grafik. Zum Vergleich: Die moderne obere Mittelklasse nutzt heute standardmäßig 4nm- oder 3nm-Prozesse mit Taktraten von über 3 GHz. Das Redmi 17 ist hier einfach anderthalb Generationen im Rückstand.
Ergänzt wird er durch 4 GB LPDDR4X RAM (oder 6 GB bei höheren Konfigurationen) und älteren eMMC 5.1-Speicher (128 oder 256 GB) – kein UFS, wie man es heute auch bei besseren Budget-Telefonen findet. Genau diese Kombination aus langsamem RAM und langsamem Speicher ist der Hauptgrund, warum das Telefon im täglichen Betrieb so ruckelig ist. Xiaomi ermöglicht eine virtuelle RAM-Erweiterung um bis zu 12 GB, aber das löst das Problem nicht – es wird nur auf den Speicher zugegriffen, der ebenfalls langsam ist.
In der Praxis sieht das so aus:
HyperOS ist ansonsten ein großartiges System durch seine Schnelligkeit — ich habe meine Vorbehalte (insbesondere wegen der Menge an vorinstallierten Apps und Werbung im System), aber sein Hauptvorteil ist, dass auch ältere Telefone und schwächere Geräte darunter wunderbar flüssig laufen. Xiaomi versteht es, seine eigene Umgebung auf das zu optimieren, was vorhanden ist, und ist in diesem Bereich berühmt. Hier funktioniert diese Magie leider nicht – HyperOS 3 auf dem Redmi 17 ist wirklich langsam. Ich bin mir nicht sicher, ob eine schlechte Optimierung für den Helio G91 Ultra daran schuld ist, oder doch die Kombination aus schwachem Chipsatz und langsamem eMMC-Speicher, aber das Ergebnis ist dasselbe und auch weniger anspruchsvolle Benutzer werden es bemerken.
Ich muss aber fairerweise eine Sache hinzufügen: Viele Redmi-Benutzer sind mit dem Telefon zufrieden. Wenn Sie sich die Kundenbewertungen bei Alza und anderswo ansehen, finden Sie überwiegend positive Bewertungen. Die Redmi-Reihe wird von Leuten gekauft, die nicht mit Flaggschiffen wie dem Xiaomi 17 Pro oder dem Samsung Galaxy S26 vergleichen – sie betrachten das Telefon als Arbeitswerkzeug zum Telefonieren, für WhatsApp, Facebook und zum Fotografieren der Kinder. Für dieses Szenario funktioniert das Xiaomi Redmi 17. Die kritische Sichtweise lautet „für ein paar hundert Euro geht es eigentlich“, nicht „es läuft wie ein S26“. Und das ist fair – vergleichen wir nicht Äpfel mit Birnen.
Die Software ist HyperOS 3, basierend auf Android 16. Eine optisch vertraute Xiaomi-Umgebung, jedoch überladen mit einer Tonne vorinstallierter Apps und Ballast, den Sie nach dem ersten Einschalten durchgehen und systematisch deinstallieren müssen. Sie finden hier Dutzende von Spielen, die Sie nie angefordert haben (von dummen Puzzles über werbliche „Casino“-Apps bis hin zu Demoversionen von RPGs), Werbe-Apps für Einkaufsdienste, Mi Video, GetApps, Themes, Xiaomi Community und weitere Unnötigkeiten. Dazu kommt Werbung im System — sie taucht in den Einstellungen, im Dropdown-Menü und innerhalb nativer Apps auf. Glücklicherweise lässt sie sich meist manuell unter Einstellungen → Datenschutz deaktivieren, aber es ist ein Kampf, den Sie bei Budget-Telefonen immer auf sich nehmen müssen. Xiaomi verspricht für das Redmi 17 2 große Android-Updates (bis Android 18) und 4 Jahre Sicherheitspatches. Für die Budget-Klasse eine Standardzusage, beim konkurrierenden Samsung Galaxy M47 5G finden Sie jedoch bis zu 6 Jahre Support.
Die Kameraausstattung des Xiaomi Redmi 17 ist einfach:
Der 50-MP-Hauptsensor ist leider eine ziemliche Enttäuschung. Im Sucher sieht die Szene zunächst passabel aus, aber die resultierenden Fotos haben mich wiederholt davon überzeugt, dass diese Kamera selbst bei hellem Tageslicht nicht zuverlässig fokussieren kann. Eine Reihe von Aufnahmen, die ich an einem sonnigen Tag auf dem Dach gemacht habe, wurden leicht unscharf — auf dem Bildschirm des Telefons sah es in Ordnung aus, nach der Übertragung auf den PC zeigte sich, dass Details fehlen und die Kanten verschwimmen. Xiaomi hat bei der Redmi-Reihe traditionell auf eine brauchbare „Point-and-Shoot“-Kamera gesetzt — das Redmi 17 führt dies nicht fort.
Die Farben wirken auf den ersten Blick gut, aber bei näherer Betrachtung sind sie überbelichtet und das Xiaomi-Post-Processing treibt die Sättigung etwas über die Grenze dessen, was man noch ertragen würde. Den Dynamikumfang der Szene hält das Telefon recht gut, wenn es keinen extremen Kontrast gibt, aber sobald direkte Sonne und scharfe Schatten (typischerweise auf der Straße) in der Szene auftauchen, geht es in unangenehme Übergänge über. Der Porträtmodus mit dem 0,08-MP-Hilfssensor funktioniert nur softwareseitig und der Übergang um die Haare herum schlägt relativ oft fehl — aber für soziale Netzwerke reicht es.
Interessant ist der Zoom. Das Redmi 17 hat kein Teleobjektiv, der gesamte Zoom ist also digital — und das merkt man sofort. Schon bei 2-facher Vergrößerung sind die Details spürbar weicher, bei 5-facher Vergrößerung sieht die Szene bereits aus wie mit einem softwareseitigen „AI Enhance“-Filter gemalt. Fotos einer entfernten Stadt bei Vergrößerung sind wirklich nicht zur Veröffentlichung geeignet, eher als Aufzeichnung „wo ich war“:
Der Makromodus funktioniert überraschend gut. Das Redmi 17 hat keinen dedizierten Makrosensor, aber die Hauptkamera bewältigt nach dem Umschalten auf „Close-up“ Objekte in 5–10 cm Entfernung überraschend passabel. Die Details im Zentrum der Aufnahme bleiben erhalten, die Farben sind angenehm und das Bokeh (Hintergrundunschärfe) wird dank der großen Blende von f/1.8 natürlich erzeugt:
Manchmal trifft der Autofokus aber überhaupt nicht und das Ergebnis ist ein rein unscharfes Bild. Das Einschalten und Fokussieren dauert länger, als ich es gewohnt bin, und mehrmals hat mir das Telefon bei schnellerem Fotografieren ein völlig unfokussiertes Foto gespeichert.
Die 8-MP-Selfie-Kamera (f/2.05) ist „das, was Sie brauchen“ — nicht mehr. Für Videoanrufe über WhatsApp oder Teams reicht sie, Porträts sind bei gutem Licht in Ordnung, aber erwarten Sie kein künstlerisches Erlebnis. Bei schlechteren Bedingungen tritt Rauschen auf, die Hauttöne werden von Xiaomi traditionell leicht rosa gefärbt und Details im Hintergrund zerfallen:
Wo die Kameraausstattung wirklich limitiert ist, ist beim Video. Sowohl der Hauptsensor als auch die Selfie-Kamera nehmen maximal in 1080p bei 30 fps auf — kein 4K, keine 60 fps, keine optische oder anständige softwareseitige Stabilisierung. Die realen Aufnahmen sind zudem sichtbar ruckelig: Die Bildrate schwankt, manchmal lässt die Aufnahme ein Bild aus, und wenn Bewegung hinzukommt, verschwimmt das Bild zu einem ruckeligen Slide-Show-Gefühl. Wenn Sie das Redmi 17 zum Fotografieren von Kindern oder auf Reisen einplanen, ist es keine gute Wahl.
Eine Sache, die man sofort nach dem Einschalten des Telefons bemerkt, ist das haptische Feedback. Das Redmi 17 hat einen ziemlich schrecklichen Haptikmotor – es handelt sich um einen älteren ERM-Typ (Exzenter-Rotationsmasse), der anstelle von präzisen kurzen Impulsen rotierende Vibrationen abgibt. Sie spüren, wie sich der Motor im Inneren des Gehäuses dreht und nachklingt. Der Unterschied zu modernen LRA-Motoren (linearen Motoren) in teureren Telefonen ist sofort spürbar. Beim Tippen auf der Tastatur fühlt sich die Haptik bei jedem Tastendruck so an, als würde das Telefon jedes Mal leicht durchgeschüttelt – nach ein paar Minuten habe ich die Haptik lieber ausgeschaltet.
Für einen Budget-Preis ist das zwar verständlich, aber es ist wirklich einer der Punkte, an denen man merkt, dass Xiaomi bei den Komponenten gespart hat, um den Preis niedrig zu halten. Konkurrenztelefone in der gleichen Kategorie rühmen sich oft mit einer nur geringfügig besseren Haptik.
Der Lautsprecher ist Stereo und für das Ansehen von YouTube in einem ruhigen Raum funktioniert er, aber Musik oder Filme klingen flach, keine Bässe. Der 3,5-mm-Kopfhöreranschluss bleibt jedoch erhalten! Das ist einer der wenigen Vorteile der Budget-Klasse — wer klassische kabelgebundene Kopfhörer hat, spart sich den Adapter. Ansonsten funktioniert Bluetooth 5.4 für kabellose Kopfhörer problemlos.
Hier ist das Xiaomi Redmi 17 großartig. Der riesige 7.500-mAh-Akku in Kombination mit dem schwächeren Prozessor, dem LCD-Panel und dem weniger anspruchsvollen HyperOS bedeutet eine absolut konkurrenzlose Ausdauer. Das Telefon übersteht problemlos 2 Tage normalen Betrieb und könnte Sie sogar noch ein Stück in den dritten Tag bringen. Für Leute, die nicht jeden Abend ans Aufladen denken wollen, ist es das ideale Gerät.
In der Praxis hielt das Redmi 17 bei mir:
Das Aufladen mit 45 W ist kein Wunder, aber in dieser Preisklasse ein ordentlicher Standard. Noch vor kurzem wurden Ultra-Telefone von Samsung mit dieser Geschwindigkeit aufgeladen, es gibt also definitiv keinen Grund, sich zu schämen. Xiaomi gibt eine vollständige Aufladung in etwa 96 Minuten an, was angesichts der riesigen Akkukapazität logisch ist – 7.500 mAh lassen sich durch Schnellladen nicht so schnell schlucken wie ein kleinerer Akku. In 30 Minuten laden Sie etwa 30–35 % auf, was für einen schnellen Energieschub vor dem Verlassen des Hauses ausreicht.
Kabelloses Laden fehlt beim Redmi 17 – traditionell in der Budget-Klasse, kein Grund zur Überraschung. Interessant ist hingegen das 22,5-W-Reverse-Charging, mit dem Sie über ein USB-C-Kabel wie mit einer Powerbank Kopfhörer oder eine Uhr aufladen können. Ein Netzteil ist nicht im Lieferumfang enthalten (Klassiker im Jahr 2026), Sie müssen also entweder für ein offizielles Xiaomi-Netzteil extra bezahlen oder eines verwenden, das Sie zu Hause herumliegen haben.
Die Konnektivität bietet das, was man von einem 4G-Budget-Telefon erwartet — mit ein paar kleinen Pluspunkten:
Das Signal ist nicht besonders gut. In Großstädten wie Berlin und auf dem Land sind Einbrüche spürbar, die ich bei besseren Telefonen nicht bemerkt habe – dasselbe gilt auch für Wi-Fi: An Orten, an denen andere Geräte volle Stärke halten, unterbricht das Redmi 17 manchmal das Streaming und meldet sich neu an. Es ist nicht unerträglich, aber wer eine zuverlässige Konnektivität benötigt (z. B. für einen Hotspot oder Videoanrufe), sollte sich etwas anderes aussuchen. Das GPS fokussiert passabel und hat bei der Navigation keine größeren Fehler verzeichnet.
| Parameter | Xiaomi Redmi 17 |
|---|---|
| Display | 6,9" LCD (IPS), adaptiv 120 Hz |
| Auflösung 1.600 × 720 px (HD+) | |
| Max. Helligkeit 550 Nits, DC Dimming | |
| Schutz Corning Gorilla Glass 7i | |
| Prozessor | MediaTek Helio G91 Ultra (12 nm), 8-Kern, max. 2,0 GHz |
| Grafik | Mali-G52 MC2 |
| Speicher | 4/128 GB, 4/256 GB, 6/128 GB, 6/256 GB (LPDDR4X + eMMC 5.1) |
| Speichererweiterung | microSD bis zu 2 TB |
| Kamera | 50 MP Hauptkamera (f/1.8) + 0,08 MP Hilfskamera |
| 8 MP Frontkamera (f/2.05), Video max. 1080p/30 fps | |
| Akku | 7.500 mAh |
| 45 W kabelgebunden + 22,5 W Reverse-Charging kabelgebunden | |
| Widerstandsfähigkeit | IP64 (gegen Staub und Spritzwasser) |
| Abmessungen / Gewicht | 170,12 × 78,42 × 8,8 mm |
| 232 g | |
| Konnektivität | 4G LTE, Wi-Fi 5, Bluetooth 5.4, NFC, USB-C 2.0, 3,5-mm-Klinke |
| Software | HyperOS 3 (Android 16), 2 große OS-Updates + 4 Jahre Patches |
| Farben | Deep Blue, Black, Oak Green, Lotus Purple |
| Preis | ab 191,60 € (4/128 GB) / 231,60 € (4/256 GB) |
Das Xiaomi Redmi 17 ist in Deutschland aktuell in zwei Hauptvarianten erhältlich:
Die höheren Varianten mit 6 GB RAM sind bei uns offiziell noch nicht eingetroffen, sie sind höchstens als Import zu bekommen. Ich empfehle, direkt zur 256-GB-Variante zu greifen — die zusätzlichen 40 € für den doppelten Speicherplatz lohnen sich definitiv, besonders wenn eMMC 5.1 langsam ist und Sie Platz haben möchten, ohne ständig löschen zu müssen.
Wem ist das Telefon zu empfehlen? Demjenigen, der:
Wem nicht?
Das Xiaomi Redmi 17 ist ein ambivalentes Telefon. Kritisch betrachtet — es ist wirklich langsam, das Display hat schwache Blickwinkel, Video ist auf 1080p/30 fps beschränkt und die Haptik ist nichts wert. Für jeden, der in der Vergangenheit die Mittelklasse genutzt hat, wird es ein Schock sein. Aber mit Blick auf den Preis (191,60 €!), den riesigen Akku und die Tatsache, dass das Telefon einen ansonsten nicht so leicht im Stich lässt, kann man diesen Kompromiss verstehen. Benutzer der Redmi-Reihe sind traditionell mit diesen Telefonen zufrieden und das Redmi 17 hält diese Tradition aufrecht.
Persönlich würde ich jedoch empfehlen, über die Konkurrenz nachzudenken. Das konkurrierende Samsung Galaxy M47 5G bietet für nur ein paar Euro mehr 5G-Konnektivität, längeren Software-Support und höchstwahrscheinlich ein etwas flüssigeres System. Oder für einen ähnlichen Preis das Vivo V70 Lite 5G, das ebenfalls einen riesigen Akku und ein besser abgestimmtes System hat. Das Redmi 17 ist nur für denjenigen einen Blick wert, dem es primär um einen Preis unter zweihundert Euro geht und der keine Kompromisse bei der Akkukapazität eingehen möchte – oder für denjenigen, der sich an Xiaomi gewöhnt hat und das Ökosystem nicht wechseln möchte.
Xiaomi Redmi 17
Mobiltelefone XiaomiDas Xiaomi Redmi 17 ist ein ambivalentes Budget-Telefon — eine schöne Rückseite, ein riesiger 7.500-mAh-Akku mit zweitägiger Laufzeit und ein paar praktische Features (Klinkenanschluss, microSD). Dahinter verbergen sich jedoch ein langsamer Helio G91 Ultra, ein LCD mit HD+-Auflösung und schwachen Blickwinkeln, eine miserable Haptik und auf 1080p/30 fps beschränktes Video. Für anspruchslose Nutzer, die ein Telefon für unter zweihundert Euro mit langer Akkulaufzeit wollen, eine gute Wahl. Für jeden, der an die Mittelklasse gewöhnt ist, wird die tägliche Arbeit mit dem Telefon jedoch frustrierend sein.
Vorteile
Nachteile
• Autor: Abram Svoboda
Die Marke Xiaomi hat ihr Angebot um die neue erschwingliche Redmi 17-Reihe erweitert. Diese knüpft an die Redmi 15-Serie an und steht unter den teureren Redmi Note 17-Modellen. Aktuell umfasst sie drei Varianten – das Basismodell Redmi 17C, das Redmi 17 mit 4G-Konnektivität und neuerdings auch das Redmi 17 5G. Letzteres fügt den Snapdragon 4 Gen 5 hinzu, setzt aber ansonsten genau wie das Redmi 17 auf ein großes 6,9"-Display, einen 7.500-mAh-Akku und 45-W-Laden. Was bieten die einzelnen Modelle, für wen sind sie sinnvoll und wie viel kosten sie heute in Deutschland?
Xiaomi hat bei der Redmi 17-Reihe auf eine klare Abstufung der Ausstattung gesetzt. Das Redmi 17C zielt auf den niedrigstmöglichen Preis ab, das Redmi 17 fügt einen deutlich größeren Akku, eine bessere Kamera und schnelleres Laden hinzu, und das Redmi 17 5G ergänzt dies zudem um die Unterstützung von Netzwerken der fünften Generation. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Varianten:
Das Redmi 17C hat Xiaomi in China bereits im Juni 2026 vorgestellt. Das Redmi 17 kam im August auch in den deutschen Verkauf. Bei Alza ist aktuell die Variante 4/256 GB für 231,60 € auf Lager, ebenso die günstigere 4/128 GB für 191,60 €. Xiaomi hat in der Zwischenzeit global auch das Redmi 17 5G vorgestellt; dessen deutscher Preis und die Verfügbarkeit sind bisher nicht bestätigt.
Das höhere Redmi 17 spielt beim Design etwas anders als die meisten erschwinglichen Android-Geräte. Die Kamerainsel auf der Rückseite wird durch eine dynamische RGB-Beleuchtung ergänzt, die der Hersteller beispielsweise zur Signalisierung des Ladevorgangs, von Benachrichtigungen, des Kamerastatus und für Lichteffekte in ausgewählten Spielen nutzt. Die Farbvarianten des Redmi 17 umfassen Deep Blue, Black, Oak Green und Lotus Purple, die Verfügbarkeit bestimmter Farben kann jedoch je nach Markt variieren.
Die Abmessungen des Redmi 17 betragen 170,12 × 78,42 × 8,8 mm und das Gewicht 232 Gramm – es handelt sich also um ein großes und relativ schweres Telefon, das andererseits im Inneren einen überdurchschnittlich großen Akku verbirgt. Das Display wird durch Gorilla Glass 7i geschützt, die Konstruktion trägt die Zertifizierung IP64, also Widerstandsfähigkeit gegen Staub und Spritzwasser. Das Redmi 17C wird in den Farben Sea Breeze Blue, Black und Danxia Red verkauft; seine Abmessungen betragen etwa 171,9 × 77,8 × 8,2 mm und das Gewicht 206 Gramm.
Alle drei Varianten verwenden große LCD-Panels, kein AMOLED. Das Redmi 17 hat ein 6,9" IPS-Display mit einer Auflösung von 1.600 × 720 Pixeln, einer adaptiven Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz und einer Helligkeit von bis zu 825 Nits. Die gleichen grundlegenden Display-Parameter hat auch das Redmi 17 5G. Das Redmi 17C bietet ein etwas kleineres 6,88"-Panel mit einer Auflösung von 720 × 1.640 Pixeln und ebenfalls einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz.
Die HD+-Auflösung ist im Vergleich zu Full HD+ vor allem bei der Bildschärfe ein Kompromiss, was bei einer Diagonale von fast sieben Zoll bei näherer Betrachtung spürbar sein kann. Andererseits trägt die Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz zu flüssigeren Animationen und beim Scrollen von Inhalten bei, und in dieser Preisklasse ist das ein angenehmer Parameter.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten sind vor allem beim Prozessor und der mobilen Konnektivität deutlich. Das Redmi 17C verwendet den MediaTek Helio G81 Ultra, während das Redmi 17 den leistungsstärkeren Helio G91 Ultra erhalten hat; beide Chips sind auf 4G beschränkt. Das neu vorgestellte Redmi 17 5G wechselt zum 4nm Snapdragon 4 Gen 5, der neben einem höheren Leistungspotenzial auch die Unterstützung von 5G-Netzwerken hinzufügt.
Die Speicherkonfigurationen unterscheiden sich je nach Variante:
Die Unterstützung für microSD-Karten bleibt auch beim Redmi 17 und Redmi 17 5G erhalten, wobei die 5G-Variante Karten mit einer Kapazität von bis zu 2 TB bewältigt. Es fehlt auch nicht der klassische 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer, der bei heutigen teureren Telefonen eher eine Ausnahme ist.
Die fotografische Ausstattung entspricht der Preiskategorie, wobei das Redmi 17 und das Redmi 17 5G im Vergleich zum Basismodell 17C eine deutlich fähigere Hauptkamera erhalten:
Das Redmi 17 und das Redmi 17 5G unterstützen HDR und Video maximal in 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde; eine 4K-Aufnahme steht nicht zur Verfügung. Das Redmi 17C mit dem 13-MP-Sensor zielt eher auf die grundlegende alltägliche Fotografie ab und entspricht der Ausrichtung der günstigsten Variante.
Einer der Hauptanziehungspunkte des Redmi 17 und des Redmi 17 5G ist der Akku mit einer Kapazität von 7.500 mAh. Xiaomi gibt bei beiden Modellen eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen bei simulierter mittelschwerer Nutzung an. Die tatsächliche Laufzeit wird natürlich je nach Belastung, Display-Einstellungen und Signalqualität variieren.
Die maximale Leistung des kabelgebundenen Ladens beträgt 45 W. Laut Messungen des Herstellers dauert das Aufladen auf 100 % etwa 96 Minuten, während 35 Minuten Ladezeit Energie für einen ganzen Tag normalen Betriebs liefern sollen. Das Redmi 17 und das Redmi 17 5G unterstützen zudem bis zu 22,5 W Reverse-Charging (kabelgebunden).
Das Redmi 17C bietet bescheidenere 5.160 mAh und 18-W-Laden. Angesichts der geringeren Leistung und des HD+-Displays sollte das Telefon eine solide Laufzeit bieten, konkrete reale Werte wird aber erst die praktische Nutzung zeigen.
Das Redmi 17, Redmi 17 5G und Redmi 17C verwenden HyperOS 3, basierend auf Android 16. Das System ist mit dem Xiaomi-Ökosystem verbunden und bringt die übliche Palette an Funktionen des Herstellers mit, einschließlich der HyperOS 3-Tools.
Xiaomi gibt beim Redmi 17 eine sogenannte 36-monatige „Like-new“-Software-Erfahrung an, beim Redmi 17 5G sogar 48 Monate. Dabei handelt es sich jedoch um einen internen Test der langfristigen Systemflüssigkeit, nicht um ein Versprechen für die gleiche Anzahl an Jahren für Android-Updates oder Sicherheitspatches.
| Parameter/Modell | Xiaomi Redmi 17 | Xiaomi Redmi 17 5G | Xiaomi Redmi 17C |
|---|---|---|---|
| Display | 6,9" LCD, 720 × 1.600 px | 6,9" LCD, 720 × 1.600 px | 6,88" HD+ LCD, 720 × 1.640 px |
| Bis zu 120 Hz, Helligkeit bis zu 825 Nits | Bis zu 120 Hz, Helligkeit bis zu 825 Nits | Bis zu 120 Hz | |
| Prozessor | MediaTek Helio G91 Ultra | Qualcomm Snapdragon 4 Gen 5 | MediaTek Helio G81 Ultra |
| RAM | 4 GB / 6 GB | 4 GB / 6 GB | 4 GB |
| Speicher | 128 GB / 256 GB (+ microSD) | 128 GB / 256 GB (+ microSD bis zu 2 TB) | 64 GB / 128 GB (+ microSD) |
| Kamera | 50 MP Hauptkamera + Hilfskamera | 50 MP Hauptkamera + Hilfskamera | 13 MP Hauptkamera |
| 8 MP Selfie | 8 MP Selfie | 5 MP Selfie | |
| Akku | 7.500 mAh | 7.500 mAh | 5.160 mAh |
| 45-W-Laden, 22,5-W-Reverse-Charging | 45-W-Laden, 22,5-W-Reverse-Charging | 18-W-Laden | |
| Konnektivität | 4G LTE, Bluetooth, Wi-Fi, NFC | 5G, 4G LTE, Bluetooth 5.1, Wi-Fi, NFC | 4G LTE, Bluetooth, Wi-Fi |
| 3,5-mm-Klinke | ✓ | ✓ | ✓ |
| Fingerabdruckleser | Seitlich (in der Taste) | Seitlich (in der Taste) | Seitlich (in der Taste) |
| Abmessungen / Gewicht | 170,12 × 78,42 × 8,8 mm / 232 g | 170,12 × 78,42 × 8,8 mm / 232 g | ca. 171,9 × 77,8 × 8,2 mm / 206 g |
| Software | HyperOS 3 (Android 16) | HyperOS 3 (Android 16) | HyperOS 3 (Android 16) |
| Farbvarianten | Deep Blue, Black, Oak Green, Lotus Purple | Black, Deep Blue, Vivid Orange | Sea Breeze Blue, Black, Danxia Red |
| Preis (DE) | 191,60 € (4/128 GB) / 231,60 € (4/256 GB) | Bisher nicht bestätigt | Schätzung ab 139,60 € |
Das Xiaomi Redmi 17C wurde in China im Juni 2026 für 799 CNY (4/64 GB), respektive 899 CNY (4/128 GB) vorgestellt – umgerechnet etwa 107 bis 119 €. Der europäische und deutsche Start erfolgt üblicherweise mit einem Preisaufschlag, wir erwarten einen Preis von etwa 139,60 € für die Basisvariante.
Xiaomi Redmi 17 (4G) kam im August 2026 auch bei Alza in den Verkauf. Aktueller Preis und Verfügbarkeit:
Das Redmi 17 5G ist bereits offiziell für den globalen Markt vorgestellt worden. Es bietet denselben 7.500-mAh-Akku, 45-W-Laden und ein 6,9" 120-Hz-Display wie das 4G-Modell, fügt aber den Snapdragon 4 Gen 5 und 5G-Konnektivität hinzu. Bei Alza wird es bisher nicht verkauft und der deutsche Preis wurde nicht veröffentlicht.