Faltbare Smartphones erreichen einen neuen Höhepunkt. Das Honor Magic V6 bietet das Beste, was das aktuelle Angebot an faltbaren Smartphones zu bieten hat – ein rekordverdächtig dünnes Gehäuse von unter 9 mm im zusammengeklappten Zustand, die Schutzklassen IP68 und IP69, einen riesigen 6.660-mAh-Akku, ein 80-W-Ladekabel, einen Snapdragon 8 Elite Gen 5, 16 GB RAM und drei Kameras mit 3-fach-Teleobjektiv. Dazu kommen eine mitgelieferte Schutzhülle mit verstecktem Ständer, ein IR-Blaster und ein fantastischer Klang. Nach einer Woche im Einsatz habe ich nur ein einziges Problem mit dem Gerät – und das ist schade.
Das muss ich gleich zu Beginn sagen: Wow, das ist wirklich ein wunderschönes Gerät. Als ich das Honor Magic V6 zum ersten Mal in die Hand nahm, konnte ich mich dem absoluten Wow-Effekt nicht entziehen. Es fühlt sich leicht an, ist sehr solide verarbeitet – das ist wirklich eine Premium-Verarbeitung. Das Honor Magic V6 überzeugt jedoch nicht nur durch sein Aussehen, es ist ein rundum solides Smartphone. Zum Beispiel die Kameras – normalerweise eine leichte Schwachstelle bei faltbaren Smartphones – sind hier hervorragend. Zum Vergleich habe ich mein vorheriges Gerät, das Oppo Find X9 Pro, herangezogen, und ich muss sagen, dass das Magic V6 ein sehr ähnliches Fotoerlebnis und eine vergleichbare Akkulaufzeit bietet. Es handelt sich nämlich wirklich um ein Smartphone, das mit einer einzigen Akkuladung problemlos zwei Tage durchhält, selbst wenn man es stark beansprucht. Und das bei einem so schlanken Foldable!
Honor legt bei der Magic-Serie traditionell großen Wert auf das Auspackerlebnis. Die Verpackung ist massiv, mattschwarz und mit einem geprägten Logo versehen; im Inneren befindet sich das Smartphone in aufgeklapptem Zustand – daher auch die riesige Verpackung. Dazu gehören ein USB-C-Kabel, ein Werkzeug zum Herausnehmen der SIM-Karte und eine kurze Bedienungsanleitung. Ein Ladegerät ist nicht im Lieferumfang enthalten – Honor geht davon aus, dass Sie dieses separat erwerben oder ein bereits vorhandenes verwenden. Um die 80-W-Ladeleistung voll auszuschöpfen, ist der offizielle Honor SuperCharge-Adapter erforderlich. Ich habe jedoch mit meiner Ladestation von Anker ein sehr ähnliches Ergebnis erzielt. Der letzte Gegenstand im Lieferumfang ist außerdem eine Original-Hülle für das Smartphone.
Nach dem Auspacken ist das Magic V6 sofort einsatzbereit – keine zusätzlichen Plastikfolien, USB-C-Kabel und Bedienungsanleitung befinden sich in der mitgelieferten Hülle:
Das Erste, was einem beim Magic V6 auffällt, ist seine Dünnheit. Im zusammengeklappten Zustand misst es 8,75 mm und in der Hand wirklich nicht von einem klassischen Handy zu unterscheiden. Aufgeklappt beträgt die Dicke nur 4,1 mm – das Gefühl würde ich mit meiner ersten Erfahrung mit dem Galaxy S25 Edge vergleichen, das praktisch so dünn ist wie ein USB-C-Anschluss. Damit zählt es zu den dünnsten faltbaren Handys überhaupt. Das Gewicht von 224 Gramm entspricht dem von etwas größeren, flachen Smartphones (zum Beispiel wiegt das Galaxy S26 Ultra 214 g) und es liegt viel besser in der Hosentasche. Es ist nicht schwer, ganz im Gegenteil: Im Vergleich zu meinem Galaxy S25 Ultra wirkt das Smartphone leicht und liegt sehr angenehm in der Hand. In der Hosentasche spürt man es praktisch gar nicht.
Die Verarbeitung ist in jeder Hinsicht erstklassig. Der Rahmen besteht aus einer Aluminiumlegierung, die Rückseite aus … Wie soll ich es nennen, etwas zwischen Wildleder, Fleece und Leder. Eine ungewöhnliche Wahl, die aber zu der von mir getesteten Variante „Red“ wirklich gut passte. Farbvarianten für unseren Markt: Black und Red. Nichts knarzt, nichts reibt – Honor wird seinem Ruf, den es sich mit dem Magic V5 aufgebaut hat, weiterhin gerecht.
Von entscheidender Bedeutung ist auch das neue Super Steel Hinge – ein Scharnier, das Honor auf eine halbe Million Öffnungs- und Schließvorgänge testet. Mit anderen Worten: Selbst wenn Sie das Smartphone 100 Mal am Tag zusammenklappen würden, sollte das Scharnier über 13 Jahre lang halten. Honor hat sogar demonstrativ gezeigt, dass das Scharnier eine 80 kg schwere Person bei einer Abfahrt auf einer Seilrutsche tragen kann. Ich weiß nicht, ob das ein realistischer Test für einen normalen Nutzer ist, aber die Symbolik ist klar: Das Scharnier ist die stärkste Stelle der Konstruktion und nicht die Schwachstelle wie bei früheren Klapphandys.
Das Honor Magic V6 verfügt über zwei Bildschirme, die sich in ihrer Qualität praktisch nicht unterscheiden. Der äußere, 6,52-Zoll-Cover-Display, verfügt über ein LTPO-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.420 × 1.080 Pixeln, eine adaptive Bildwiederholfrequenz von 1–120 Hz und eine Spitzenhelligkeit von bis zu 6.000 Nit. Von den Abmessungen her ähnelt es einem klassischen Smartphone – im geschlossenen Zustand ist das Magic V6 ein vollwertiges Smartphone, das Sie nicht aufklappen müssen, wenn Sie nicht möchten.
Dies ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber früheren Fold-Modellen, bei denen das Außendisplay hoch und schmal war. Und das meine ich wirklich ernst: Das Magic V6 lässt sich tatsächlich den ganzen Tag lang problemlos nur über das Cover-Display nutzen – ein vollwertiges, wunderschönes Display mit gutem Seitenverhältnis, sei es für klassische Apps, soziale Netzwerke oder das Ansehen von Videos, auch im Querformat. Einfach toll!
Nach dem Aufklappen kommt ein 7,95-Zoll-LTPO-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.352 × 2.172 Pixeln und einer adaptiven Bildwiederholfrequenz von 1–120 Hz zum Vorschein. Und wenn Sie möchten, klappen Sie das Smartphone wie ein Buch auf und haben ein wirklich großes inneres Display zur Verfügung. Ich habe es viel häufiger genutzt, als ich ursprünglich gedacht hatte. Es eignet sich hervorragend zum Ansehen von Videos – auch wenn das Video natürlich nicht den gesamten Bildschirm ausfüllt, dafür ist die Form zu eckig, aber der Ausschnitt reicht völlig aus und ist größer als bei vielen anderen Smartphones. Auf YouTube können Sie dann Kommentare und Ähnliches in großem Format lesen. Es eignet sich auch hervorragend zum Surfen im Internet, zum Beispiel für Rezepte, zum Lesen von Inhalten und Ähnlichem. Die Tastatur teilt sich im aufgeklappten Modus in zwei Teile auf, einen näher an der linken Seite und einen näher an der rechten – das ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach etwa fünf Minuten fühlte ich mich schon wie zu Hause. Auch bei geöffnetem Display lässt sich das Smartphone ganz normal und für alles nutzen.
Die maximale Helligkeit erreicht 5.000 Nit, was in der Praxis bedeutet, dass das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar ist. Die Farben sind wunderschön, der Kontrast bei HDR-Inhalten ist maximal. Die Biegung in der Mitte ist immer noch sichtbar – Honor behauptet, sie drastisch reduziert zu haben, und es stimmt, dass dies im Vergleich zu früheren Generationen eine spürbare Verbesserung ist. Aber sie ist da, man spürt sie unter dem Finger, und aus bestimmten Blickwinkeln sieht man sie. Ich muss jedoch feststellen, dass sie mir bei der Nutzung nicht aufgefallen ist. Die Anfälligkeit des inneren Displays gegenüber Berührungen mit dem Fingernagel besteht nach wie vor, also seid vorsichtig. Ich hatte bei der Nutzung jedoch nicht das Gefühl, dass das Display besonders anfällig wäre. Es wirkt solide, stabil und gut verarbeitet.
Beide Displays unterstützen den Honor Magic-Pen, sodass Sie auf dem Magic V6 zeichnen, Notizen machen oder Fotos mithilfe von KI-Werkzeugen präzise bearbeiten können. Der Stift muss jedoch separat erworben werden – er ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Im Alltag ist auch die im Lieferumfang enthaltene Schutzhülle sehr hilfreich. Sie bedeckt zwar nicht die Vorderseite des Smartphones und lässt diese somit ungeschützt, verfügt jedoch über einen integrierten Ständer, der sowohl im geschlossenen als auch im geöffneten Zustand zuverlässig funktioniert und somit in jeder Situation eingesetzt werden kann. Zudem hat die Hülle dieselbe Oberfläche wie die Rückseite des Smartphones. Das Scharnier hält das Display in jedem beliebigen Winkel von ca. 30° bis zur vollständigen Öffnung. Im halb aufgeklappten Zustand fungiert das Magic V6 wie ein Mini-Laptop – die untere Hälfte dient als Tastatur oder Bedienelement, die obere Hälfte als Display. Ideal für Videoanrufe unterwegs, zum Ansehen von Videos, ohne das Smartphone in der Hand halten zu müssen, oder für Split-View mit zwei Apps nebeneinander:
Dieser Punkt hat enorme Auswirkungen auf die geistige Ruhe. Das Honor Magic V6 ist das erste faltbare Smartphone überhaupt, das sowohl nach IP68 als auch nach IP69 zertifiziert ist. IP68 gewährleistet Staubschutz und Schutz vor dem Eintauchen in bis zu 1,5 m tiefes Süßwasser, IP69 übersteht sogar eine Hochdruckreinigung mit heißem Wasser (typischerweise 15 MPa bei 80 °C).
In der Praxis bedeutet das etwas ganz Entscheidendes: Wenn Sand in das Scharnier fällt oder Schmutz ins Innere gelangt, spült man das Smartphone einfach unter fließendem Wasser ab. Bei faltbaren Smartphones, bei denen das Scharnier bisher immer die verwundbarste Stelle war, ist das wirklich bahnbrechend. Man muss keine Angst mehr vor Regen, verschütteten Getränken, Schnee oder anderen typischen Alltagsrisiken haben. Mit diesem Schritt hat Honor die Kategorie der faltbaren Smartphones um eine Generation vorangebracht, und zumindest für mich wirkt das Smartphone nun nicht mehr wie ein überteuertes und sehr zerbrechliches Spielzeug.
Ich habe es in der Praxis ausprobiert: Ich habe das geöffnete Magic V6 in ein mit Wasser gefülltes Waschbecken getaucht und das innere Display gereinigt. Perfekt, wenn man gerade kein Mikrofasertuch zur Hand hat und das innere Display nicht durch rauere Materialien beschädigen möchte.
Außerdem habe ich versucht, die Displayabdeckung unter fließendem Wasser aus dem Wasserhahn abzuspülen, was eine reale Situation simuliert – wenn man Kaffee darüber verschüttet, sie unterwegs mit Schlamm beschmutzt oder einfach nur ein staubiges Handy abspült. Ich muss sagen, das ist ein sehr seltsames Gefühl.
Im Inneren arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 5, der im 2-nm-Verfahren hergestellt wird – also derselbe Chip, der auch im Samsung Galaxy S26 Ultra zu finden ist. Dazu kommen 16 GB LPDDR5X-RAM und UFS 4.1-Speicher mit einer Kapazität von 512 GB oder 1 TB. Was die Leistung angeht, ist das Magic V6 absolut makellos – Apps lassen sich sofort öffnen, beim Multitasking auf dem 7,95-Zoll-Display lassen sich drei Apps nebeneinander ohne Verzögerung ausführen, Spiele laufen auf höchster Stufe ohne FPS-Einbrüche. Und das Smartphone wird Ihnen jahrelang Freude bereiten, denn diese Ausstattung wird so schnell nicht veralten.
Als Software kommt MagicOS 10 zum Einsatz, das auf Android 16 basiert. Und hier beginnt mein einziger wesentlicher Kritikpunkt. Die Systemgeschwindigkeit ist phänomenal – ich würde es direkt neben HyperOS und ColorOS als eines der schnellsten Android-Systeme einstufen, die ich je erlebt habe. Blitzschnell, flüssig, es gibt nie Verzögerungen. Nicht einmal das iPhone kann in puncto Reaktionsgeschwindigkeit mithalten.
Aber MagicOS hat denselben Charakter wie andere chinesische Skins – Xiaomi HyperOS, Oppo ColorOS, OnePlus OxygenOS. Sie sehen alle ähnlich aus, verhalten sich ähnlich und wirken, als hätte eine übergeordnete Instanz den Herstellern eine einheitliche Designsprache vorgeschrieben, und sie hätten dort nur ein paar Farbtupfer hinzugefügt. Gleichzeitig können sie alle Telemetriedaten sammeln, und obwohl sie formal der DSGVO unterliegen und die Daten auf europäischen Servern speichern, schwebt dennoch ein imaginäres Damoklesschwert über ihnen: Die chinesische Regierung kann eine Anfrage stellen, und der Hersteller muss dieser nachkommen. Natürlich weiß ich, dass sich niemand für die persönlichen Daten auf dem Handy eines Normalbürgers interessiert, und wenn man nicht für eine Regierungsorganisation oder beispielsweise einen Automobilhersteller arbeitet, gibt es praktisch keinen Grund, nicht die europäische Version chinesischer Handys zu nutzen. Vor kurzem kam mir jedoch ein Gedanke: Was ist, wenn Sie zu einer politisch exponierten Person werden? Oder Ihre Kinder?
So oder so, mich persönlich lässt das Thema chinesischer Handys nicht schlafen, und ich gebe wirklich ungern Telemetriedaten darüber an China weiter, wie ich mein Handy nutze und wie viel Zeit ich wo verbringe. Viel lieber übergebe ich solche Daten in die Hände der Koreaner oder Amerikaner. Diese Entscheidung ist natürlich individuell und für jemanden, der sich von chinesischen Marken distanzieren möchte, sehr schwierig. Es gibt nämlich nicht viele Smartphone-Marken, die nicht direkt aus China stammen – praktisch sind es nur Apple, Google Pixel, Samsung und Nothing. Ja, Nothing ist nicht chinesisch und wurde in Großbritannien gegründet. Das Schlimme daran ist auch, dass die chinesischen Flaggschiff-Modelle die anderen in Sachen Hardware ziemlich deutlich übertrumpfen.
Honor versucht zudem, mit der Funktion Honor Connect zu überzeugen, die das Magic V6 mit dem Apple-Ökosystem verbindet – sie zeigt detaillierte Einstellungen für die AirPods an, ermöglicht die Dateifreigabe mit dem Mac, die Nutzung des internen Displays als externen Bildschirm für das MacBook und synchronisiert Benachrichtigungen mit dem iPhone, iPad und der Apple Watch. Wenn Sie im Apple-Ökosystem sind, aber ein faltbares Smartphone ausprobieren möchten, ist dies eine sehr praktische Lösung.
Die Konnektivität ist kompromisslos: 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC, UWB, USB-C 3.2. Auch ein Fingerabdrucksensor, der in den Ein-/Aus-Schalter integriert ist, fehlt nicht – er funktioniert sowohl im geöffneten als auch im geschlossenen Zustand schnell und zuverlässig.
Die Kameraausstattung ist eine der größten positiven Überraschungen. Bei faltbaren Smartphones können die Hersteller aufgrund der geringen Dicke oft keine ebenso leistungsfähigen Sensoren wie in ihren Flaggschiff-Modellen verbauen, doch das Honor Magic V6 bildet hier eine Ausnahme. Das Trio der Rückkameras besteht aus:
Der Hauptsensor ist hervorragend – detailreich, farbgetreu, mit großem Dynamikumfang. Es ist zwar kein Ultra-Flaggschiff wie das Galaxy S26 Ultra oder das Xiaomi 15 Ultra, setzt aber Maßstäbe, an die die meisten Konkurrenten im Segment der faltbaren Smartphones bei weitem nicht heranreichen. Am meisten hat mich das Teleobjektiv begeistert, das bei kurzen und mittleren Entfernungen (3–10×) hervorragend funktioniert, wo es optisch realistisch ist. Bei höherem Zoom setzt jedoch die KI-Ergänzung ein – und das ist sehr unterschiedlich. Fotos von Gebäuden sehen überraschend gut aus, aber Aufnahmen von Menschen in der Ferne weisen den typischen „übermalten“ Charakter der KI auf.
Die Zoom-Progression an der Silhouette einer Fabrik zeigt gut, wo die Grenze der Nutzbarkeit liegt. Vom Hauptsensor bis zum optischen Teleobjektiv funktioniert alles einwandfrei:
Při 10× (hybridní zoom) je snímek stále dobře čitelný, při 30× už výrazně nastupuje AI rekonstrukce – hrany komínů měknou a jemné struktury získávají mírně přemalovaný charakter:
Der 100-fache Zoom ist ein Marketing-Highlight, das sich eher für Kuriositäten oder soziale Netzwerke eignet als für ernsthafte Fotografie. Ohne Stativ ist das Bild kaum brauchbar, und die KI ergänzt Details, die nicht unbedingt der Realität entsprechen. Manchmal gelingt jedoch eine interessante Aufnahme – die Detailaufnahme der Industrietürme zeigt, was mit einer derart extremen Vergrößerung möglich ist:
Der Ultraweitwinkel-Sensor hält die Qualität des Hauptsensors überraschend gut – die Farben stimmen, die Schärfe ist auch in den Ecken ordentlich. Ideal für Landschaften, Panoramen und beengte Räume, in denen man mit dem Hauptobjektiv nicht ins Bild passt:
Bei Nahaufnahmen entfaltet der Hauptsensor seine volle Leistungsfähigkeit. Natürliches Bokeh, naturgetreue Farbwiedergabe und klare Details – das Magic V6 meistert Aufnahmen von Speisen, Blumen und alltäglichen Motiven auf dem Niveau klassischer Flaggschiff-Kamerahandys:
Bei Nachtaufnahmen schneidet das Magic V6 zufriedenstellend ab – der Hauptsensor hält das Rauschen im Zaum, überbelichtete Lichtquellen verlieren keine Details. Das Ultraweitwinkelobjektiv verliert in den Schatten etwas mehr Details, liefert aber eine gute Farbwiedergabe. Das Teleobjektiv hat mich positiv überrascht und hat sich auch im Dunkeln sehr gut geschlagen.
Es gibt zwei Selfie-Kameras, beide mit 20 MP (auf der Vorderseite und im Inneren), und beide sind gut. Nichts Revolutionäres, aber für Zoom-Anrufe, TikTok und Instagram völlig ausreichend. Leider unterstützen sie jedoch nur Videoaufnahmen in 4K-Auflösung bei 30 fps. Mit den anderen Rückkameras sind Videos bis zu 4K/60 fps möglich, und man kann während der Aufnahme zwischen ihnen hin- und herspringen.
Das ist für mich das wichtigste Highlight. Das Magic V6 verfügt über einen riesigen Akku mit 6.660 mAh (Silicon-Carbon-Technologie, die eine solche Kapazität in einem schlanken Gehäuse ermöglicht) und hielt im realen Einsatz bei mir 2 Tage. Und ich gehöre nicht zu den Leuten, die ihr Handy schonen – ich habe täglich rund 200 Benachrichtigungen, gelegentlich einen Videoanruf, ein bis zwei Stunden Telefonate, YouTube-Streaming, zwei Stunden Navigation durch den Prager Verkehr sowie soziale Netzwerke.
Konkretes Beispiel: Ich habe das Gerät morgens um 8:00 Uhr vom Ladegerät genommen und es den ganzen Tag über aktiv genutzt, einschließlich des Innen-Displays. Am nächsten Morgen hatte ich immer noch 53 Prozent Akku und konnte so die Wohnung verlassen, ohne das Handy aufzuladen. Um 22:00 Uhr am nächsten Abend hatte ich noch etwa 15 Prozent, und das ist für ein Puzzle-Handy unglaublich. Solche Ergebnisse erreicht nämlich fast niemand, und von den Geräten, die ich bisher genutzt habe, hat das bisher nur das Oppo Find X9 Pro geschafft.
Um besser zu verdeutlichen, womit ich das Smartphone in diesen zwei Tagen beschäftigt habe – hier die Aufschlüsselung des Verbrauchs nach Apps. Ganz oben stehen Facebook, YouTube, Brave und Instagram (zusammen rund 60 % des Verbrauchs), dann folgen Systemkomponenten und kleinere Apps:
Die Screens-on-Time (SoT), also die Anzahl der Stunden pro Tag, in denen das Display leuchtet, lag beim Magic V6 zwischen 3 und 4 Stunden. In der Übersicht von „Digital Wellbeing“ sehe ich konkrete Werte sowohl für den Arbeitstag (Montag) als auch für das Wochenende (Sonntag) – über 120 Entsperrungen und mehr als 80 Benachrichtigungen pro Tag:
Das kabelgebundene Laden erfolgt mit 80 W – von null auf voll sind Sie in etwa 40 Minuten. Ein 15-minütiger Schnellladevorgang füllt den Akku zu etwa 40 % auf, was die „Battery Anxiety“ praktisch beseitigt. Das kabellose Laden mit 66 W ist ebenfalls überdurchschnittlich – die überwiegende Mehrheit der faltbaren Flaggschiff-Modelle läuft mit 15–25 W.
Einige Dinge, die besondere Beachtung verdienen, da sie insgesamt das tägliche Nutzungserlebnis beeinflussen:
IR-Blaster. Das Honor Magic V6 verfügt über einen Infrarotanschluss zur Steuerung von Fernsehern, Klimaanlagen, Projektoren und anderen Geräten mit IR-Empfänger. Eine Funktion, die eher ein Gimmick ist? Das ist definitiv nicht der Fall – ich habe zwei Kinder, und die Suche nach der Fernbedienung gehört bei uns zum Alltag. Es ist eine enorme Erleichterung, einfach das Smartphone herauszuholen und sich keine Gedanken darüber machen zu müssen, wo sich die Fernbedienung gerade befindet. Diese Funktion sollte meiner Meinung nach auf jedem Smartphone vorhanden sein.
Ton und Vibration. Die Stereolautsprecher sind überraschend gut, wenn man bedenkt, wie dünn das Magic V6 ist. Kräftige Bässe, ausreichende Lautstärke, kein störendes Knistern selbst bei maximaler Lautstärke. Und die ist wirklich hoch – das Honor Magic V6 ist absolut vergleichbar mit anderen Flaggschiff-Smartphones. Der Vibrationsmotor arbeitet präzise, die haptischen Rückmeldungen sind deutlich spürbar, kein störendes Summen – auch hier hat Honor hervorragende Arbeit geleistet.
Das Honor Magic V6 ist bei uns ab 2.289 EUR für die Konfiguration mit 16 GB / 512 GB (Black oder Red) erhältlich. Die höhere Konfiguration mit 16 GB / 1 TB kostet rund 2.400 EUR.
Wem ist es zu empfehlen? Jedem, der sich mit klassischen Smartphones langweilt, etwas Neues sucht oder gerne zwischen verschiedenen Smartphones wechselt. Das Magic V6 ist das beste faltbare Smartphone, das ich bisher in der Hand hatte – und ich hatte bereits das Fold 7, V5 sowie das Motorola Razr 70 Ultra.
Für wen nicht? Für Menschen, die sich an chinesischer Software und Telemetriedaten stören. Für sie wäre es sinnvoll, auf das Galaxy Z Fold8 Ultra zu warten, das über eine ähnliche Ausstattung verfügt, jedoch ohne den Kompromiss bei der chinesischen Software (zum Preis einer schlechteren Akkuleistung).
In folgender Tabelle können Sie die kompletten Spezifikationen des Honor Magic V6 sehen.
| Parameter/Modell | Honor Magic V6 |
|---|---|
| Display innen | 7,95" LTPO AMOLED, 2 352 × 2 172 px, 120 Hz |
| Bis zu 5.000 Nits, Stiftunterstützung | |
| Display außen | 6,52" LTPO AMOLED, 2 420 × 1 080 px, 120 Hz |
| Bis zu 6.000 Nits, Stiftunterstützung | |
| Proressor | Snapdragon 8 Elite Gen 5 (2 nm) |
| Speicher | 16 GB LPDDR5X + 512 GB / 1 TB UFS 4.1 |
| Fotoaparát | 50 Mpx Hauptkamera (f/1.6, OIS) |
| 50 Mpx Ultraweitwinkelkamera (f/2.2) | |
| 64 Mpx Periskop-Teleobjektiv (3× optischer Zoom, OIS) | |
| Selfie | 20 Mpx (innen) + 20 Mpx (Cover) |
| Akku | 6.660 mAh (silicon-carbon) |
| 80W kabelgebunden / 66W kabellos / reversibles kabelloses Laden | |
| Schutzart | IP68 + IP69 (erstes faltbares Smartphone mit dieser Widerstandsfähigkeit) |
| Abmessungen / Gewicht | 156,7 × 145,6 × 4,1 mm ausgeklappt |
| 156,7 × 74,5 × 8,75 mm zusammengeklappt, 224 g | |
| Konnektivität | 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC, UWB, IR Blaster |
| Software | MagicOS 10 (Android 16) |
| Farbvarianten | Black, Red |
| Preis | ab 2.289 EUR (16/512 GB) |
Honor Magic V6
Faltbare HandysDas Honor Magic V6 ist derzeit das beste faltbare Smartphone auf dem Markt. Ein schlankes Gehäuse mit einer Dicke von unter 9 mm im zusammengeklappten Zustand, IP68/IP69-Zertifizierung – als erstes faltbare Smartphone überhaupt –, ein riesiger 6.660-mAh-Akku mit einer Laufzeit von zwei Tagen, 80-W-Ladefunktion und eine Kamera, die mit klassischen Flaggschiff-Modellen mithalten kann. Das einzige wesentliche Problem ist die chinesische Software – MagicOS 10 ist blitzschnell und flüssig, weist jedoch den typischen Charakter eines „chinesischen Skins“ sowie Telemetriedaten auf.
Vorteile
Nachteile
• Autor: Ondřej Chabr
Ein weiterer Fortschritt im Bereich der faltbaren Smartphones wurde mit dem neuen Smartphone von Honor erzielt. Auf der laufenden MWC 2026 in Barcelona stellte das Unternehmen die neue Generation seines Flaggschiffmodells vor. Das Honor Magic V6 rückt an die Spitze der Rangliste der am besten ausgestatteten faltbaren Smartphones und beweist dies auf mehreren Ebenen. Womit hat uns der Hersteller dieses Mal beeindruckt?
Auf den ersten Blick sieht das Honor Magic V6 vielleicht immer noch gleich aus. Auffällige Unterschiede an der Außenseite sind nicht zu erkennen. Aber man muss es sich genauer ansehen. Das Design basiert auf dem klassischen Book-Style-Foldable-Konzept, also einem Gerät, das sich wie ein Buch öffnen lässt. Dennoch ist es Honor gelungen, die Dicke auf einen neuen Rekordwert von 8,75 mm im zusammengeklappten Zustand und etwa 4 mm im geöffneten Zustand zu reduzieren, was es zu einem der dünnsten faltbaren Handys überhaupt macht. Die Dicke und das Gewicht variieren geringfügig je nach Farbvariante.
Die verwendete Konstruktion mit dem neuen Super Steel Hinge Scharnier aus dem stabilsten Stahltyp hält bis zu hunderttausend Klappvorgängen stand (getestet auf eine halbe Million Klappvorgänge) und wirkt dadurch sehr robust. Die Stärke des Scharniers wurde zusätzlich eindrucksvoll demonstriert, indem eine 80 kg schwere Person, die an das Telefon gebunden war, eine Zip-Line-Bahn hinunterfuhr. Das Telefon selbst wiegt etwa 219 g, was für ein Klapphandy ein hervorragender Wert ist.
Honor legt auch beim Magic V6 Wert auf die Widerstandsfähigkeit der Materialien. Neu ist die Zertifizierung nach IP68 / IP69, also ein höheres Maß an Schutz vor Staub und Wasser. Ein solcher Wert ist bei flexiblen Smartphones eine Premiere. Außerdem beweist es, dass diese Kategorie von Mobiltelefonen bereits jetzt über einen angemessenen Schutz vor dem Eindringen von Staub und Flüssigkeiten verfügt und somit mit den widerstandsfähigsten Mobiltelefonen klassischer Bauart mithalten kann.
Die beiden Displays sind wieder das Wichtigste, was die meisten Nutzer an einem Flexible wahrscheinlich interessieren wird. Das äußere 6,52-Zoll-LTPO-AMOLED-Panel wurde leicht vergrößert und bietet eine adaptive Bildwiederholfrequenz im Bereich von 1 bis 120 Hz für eine flüssige Darstellung des Systems und einen sparsamen Batterieverbrauch. Die maximale Helligkeit des inneren Panels erreicht bis zu 6.000 Nits, was auch bei direkter Sonneneinstrahlung ein gut lesbares Bild verspricht.
Nach dem Öffnen kommt ein großes 7,95-Zoll-Hauptdisplay zum Vorschein. Auch hier kommt die LTPO-Technologie mit adaptiver Bildwiederholfrequenz und einer hohen Helligkeit von bis zu 5.000 Nits zum Einsatz. Honor hat außerdem erhebliche Fortschritte bei der Verringerung der Sichtbarkeit der Displaykrümmung erzielt und Schichten hinzugefügt, die Lichtreflexionen reduzieren. Wie stark sich dies in der Praxis auswirkt, müssen wir in unserem Testbericht beurteilen.
Beide Panels unterstützen einen Stylus (z. B. Magic-Pen von Honor). Dadurch steigt natürlich die Produktivität rapide an. Heutzutage wird die Arbeit mit einem Stylus wieder etwas mehr geschätzt, da er nicht nur zum Notieren von Notizen verwendet werden kann, sondern auch für präzisere KI-Bearbeitungen von Fotos in der Galerie, z. B. zum Löschen unerwünschter Objekte usw.
Im Inneren des Magic V6 arbeitet ein Snapdragon 8 Elite Gen 5, derzeit der beste Chip von Qualcomm für Android-Handys. In Kombination mit 16 GB RAM und schnellem UFS 4.1 Speicher mit einer Kapazität von 512 GB oder 1 TB bietet das Gerät die Leistung, die man von einem Flaggschiff-Modell erwartet – eine flüssige Bedienung, Multitasking und anspruchsvolle Spiele sollten für dieses Smartphone kein Problem sein.
Das Honor verspricht auch fortschrittliche KI- und Produktivitätsfunktionen, die das größere Display nutzen können. Das Betriebssystem bleibt MagicOS in der Version 10. Die neueste Version wurde vom Flüssigglas-Effekt des Konkurrenzsystems iOS 26 inspiriert. Selbstverständlich sind 5G-Konnektivität, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0. Der Akku hat nun eine höhere Kapazität von 6.660 mAh, wobei beide Ladeleistungen auf 80 bzw. 66 W erhöht wurden.
Neu ist die verbesserte Kompatibilität mit Apple-Produkten. Das neue Honor Magic V6 kann nun detailliertere Einstellungen für AirPods Kopfhörer anzeigen. Mac-Nutzer können Dateien einfacher mit dem neuen Honor teilen und dessen Display als erweiterten Bildschirm nutzen. Außerdem funktioniert die bidirektionale Synchronisierung von Benachrichtigungen in Verbindung mit dem iPhone, iPad und der Apple Watch.
Die drei Rückkameras sind sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für professionellere Aufnahmen gut ausgestattet. Der 50-Megapixel-Hauptsensor mit optischer Stabilisierung wird durch ein 64-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv mit 3-fachem optischen Zoom und einen 50-Megapixel-Weitwinkelsensor ergänzt. Diese Ausstattung unterscheidet sich nicht vom Vorgängermodell Honor Magic V5, was aber nicht weiter schlimm ist. Wer es mit dem Fotografieren wirklich ernst meint, kann sich eher für das Honor Magic8 Pro entscheiden.
Die Frontkamera befindet sich sowohl auf dem Außen- als auch auf dem Hauptdisplay – beide Module mit einer Auflösung von 20 MP ermöglichen hochwertige Selfies und Videoanrufe. Honor hat außerdem verbesserte KI-Fotofunktionen und Software für eine bessere Detailausgewogenheit integriert, wobei die Ergebnisse je nach Lichtverhältnissen und Szenen variieren können. Das flexible Magic V6 nimmt Videos in 4K-Auflösung und mit einer Bildrate von 60 fps auf.
Das Unternehmen Honor hat das Smartphone bereits auf den meisten Märkten eingeführt, darunter auch auf unserem. Die Preispolitik ist gnadenlos. Für die Top-Ausstattung kostet das Modell Magic V6 2.289 EUR. Ein solcher Einstiegspreis muss jedoch nicht unbedingt sein. Es reicht aus, beim Kauf eine Rabattaktion zu nutzen. Außerdem haben Sie die Chance, eine Garantie auf die Displays zu erhalten.
| Parameter/Modell | Honor Magic V6 | Honor Magic V5 |
|---|---|---|
| Display | Diagonale: 7,95" (innen) und 6,52" (außen) | Diagonale: 7,95" (innen) und 6,43" (außen) |
| Auflösung: 2 352 × 2 172 px, 403 ppi (innen) 2 420 × 1 080 px, 406 ppi (außen) |
Auflösung: 2 352 × 2 172 px, 402 ppi (innen) 2 376 × 1 060 px, 402 ppi (außen) |
|
| Typ: AMOLED | Typ: AMOLED | |
| Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | |
| Rückkameras | Hauptkamera: 50 Mpx, f/1,6, OIS | Hauptkamera: 50 Mpx, f/1,6, OIS |
| Weitwinkelkamera: 50 Mpx, f/2,2 | Weitwinkelkamera: 40 Mpx, f/2,2 | |
| Teleobjektiv: 64 Mpx, f/2,5, OIS | Teleobjektiv: 50 Mpx, f/3,0, OIS | |
| Frontkamera | 20 Mpx, f/2,2 (innen) 20 Mpx, f/2,2 (außen) |
20 Mpx, f/2,2 (innen) 20 Mpx, f/2,2 (außen) |
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 | Qualcomm Snapdragon 8 Elite |
| GPU | Adreno 840 | Adreno 830 |
| RAM | 16 GB | 12 GB |
| Interner Speicher | 512 GB / 1 TB | 256 / 512 GB / 1 TB |
| Betriebssystem | Android 16 | Android 15 |
| Unterstützung der 5G Netze | ✓ | ✓ |
| 3,5mm Klinke | ✕ | ✕ |
| Schutzart | IP68 / IP69 | IP58 / IP59 |
| Akku | 6.660 mAh | 5.820 mAh |
| Schnellladung / kabelloses Laden: 80 W / 66 W | Schnellladung / kabelloses Laden: 66 W / 50 W | |
| Abmessungen | 156,7 × 145,6 × 4,1 mm (geöffnet) 156,7 × 74,5 × 8,75 mm (geschlossen) |
156,8 × 145,9 × 4,2 mm (geöffnet) 156,8 × 74,3 × 9,0 mm (geschlossen) |
| Gewichtt | 224 g | 222 g |
| Packungsinhalt | USB-C-Kabel, Werkzeug zum Herausnehmen der SIM-Karte, Benutzerhandbuch | USB-C-Kabel, Werkzeug zum Herausnehmen der SIM-Karte, Benutzerhandbuch |
| Preis | 2.289 EUR* | 1.496 EUR* |
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