Wie funktioniert ein Flachbettscanner?
Ein Flachbettscanner ist ein Gerät, bei dem Sie das Original auf eine Glasfläche legen und der Rest von einem darunterliegenden Scan-Kopf erledigt wird. Diese Methode ist besonders schonend für Dokumente, ermöglicht das Scannen unregelmäßiger Vorlagen und bietet hohe Auflösung sowie Farbtreue. Er wird sowohl zu Hause als auch in Büros oder Schulen genutzt.
Bei einem Flachbett Scanner bewegt sich der Scan-Kopf gleichmäßig unter der Glasfläche, ein Liniensensor erfasst die Reflexionen und die Software rekonstruiert daraus ein detailreiches Bild.
Für das schnelle Digitalisieren einzelner Blätter auf engem Raum nutzen viele Anwender einen Tischscanner.
Vorteile des Flachbettscanners
- Hohe Auflösung und Ausgabequalität.
- Möglichkeit zum Scannen empfindlicher oder kompliziert geformter Dokumente.
- Leiser Betrieb und einfache Bedienung.
- Sehr gute Planlage bei dicken Büchern, was Archivierung mit einem Flachbett Scanner erleichtert.
- Schonender Umgang mit Fotos, die in einem Tischscanner nicht durch Walzen geführt werden.
- Hohe Farbtreue, wie sie ein Scanner Flachbett im Studioeinsatz liefert.
Nachteile des Flachbettscanners
- Höherer Preis und größerer Platzbedarf.
- Ein Tisch Scanner benötigt eine stabile Ablagefläche und ausreichend Platz.
Wie wählt man einen Flachbettscanner aus?
Bevor Sie sich einen neuen Flachbettscanner anschaffen, überlegen Sie, was Sie genau von ihm erwarten. Entscheidend sind vor allem die Auflösung, die Scangeschwindigkeit und die Art der Verbindung. Nützlich können aber auch praktische Funktionen sein, die Ihnen das Scannen, die Bedienung des Geräts sowie die Anbindung erleichtern.
Prüfen Sie, ob der Flachbett Scanner zu Ihrem Arbeitsablauf passt und welche Softwarefunktionen wie ICC-Profile, Staub- und Kratzerkorrektur oder Batch-Modus unterstützt werden.
Wenn das Gerät auf einem Scanner Tisch steht, achten Sie auf Standfestigkeit, Kabelführung und die maximale Deckelöffnung.
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Flachbett- oder Durchzugscanner – worin liegt der Unterschied?
Ein Flachbettscanner verfügt über eine Glasplatte, auf die das Dokument gelegt wird, während sich der Scan-Kopf darunter bewegt. Er eignet sich ideal zum Scannen empfindlicher, dicker oder ungewöhnlich geformter Vorlagen – zum Beispiel Bücher, Fotos oder Zeichnungen. Ein Durchzugscanner hingegen zieht das Dokument durch das Gerät – er ist eher für schnelles Scannen einer größeren Menge gewöhnlicher Unterlagen, Rechnungen oder Verträge geeignet. Für empfindliche Originale oder gebundene Materialien ist er jedoch nicht geeignet.
Welche Auflösung hat ein Flachbettscanner?
Die Auflösung (DPI) gibt an, wie viele Details der Scanner erfasst. Für das übliche Scannen von Textdokumenten (Rechnungen, Verträge, Notizen) reicht ein günstiger Scanner mit 300–600 DPI. Für Fotos oder Zeichnungen empfiehlt sich eine Auflösung von 1.200 DPI, bei der Archivierung wertvoller Dokumente (z. B. Genealogie, Sammlerstücke) sollten Sie Geräte mit einer optischen Auflösung von 2.400 DPI oder mehr wählen. Ein Flachbett Scanner mit 2.400 DPI oder mehr eignet sich für die langfristige Archivierung feiner Details. Viele Flachbettscanner bieten zusätzlich eine interpolierte Auflösung, die für Webgrafiken ausreicht.
Die Scangeschwindigkeit ist besonders bei Büroarbeiten wichtig
Die Scangeschwindigkeit wird in Seiten pro Minute (ppm) angegeben. Für den Bürogebrauch sollten Sie Modelle mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 ppm oder mehr wählen. Im häuslichen Bereich reichen auch langsamere Geräte, aber eine Geschwindigkeit von 10–15 Seiten pro Minute ist in der Regel Standard. Für kompakte Arbeitsplätze ist ein Tischscanner mit etwa 20 ppm eine praktikable Wahl.
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Die meisten Flachbettscanner sind für das Format A4 ausgelegt, wenn Sie jedoch mit größeren Dokumenten (Pläne, Poster) arbeiten, sollten Sie ein Modell mit A3-Unterstützung in Betracht ziehen. Für großformatige Zeichnungen lohnt sich ein Flachbett Scanner mit A3-Unterstützung.
Welche weiteren Funktionen sind beim Kauf eines Flachbettscanners zu berücksichtigen?
Auch Funktionen und Anschlussmöglichkeiten spielen eine Rolle. Scanner werden meist per USB mit dem PC verbunden, moderne Modelle bieten jedoch oft auch WLAN-Verbindungen oder den direkten Export z. B. auf Google Drive, Dropbox, E-Mail oder USB-Stick, sodass Sie nicht zwingend einen Computer benötigen. Zu den nützlichen Funktionen eines Flachbettscanners gehören insbesondere:
- OCR erspart Ihnen das Abtippen von Text und ist beispielsweise bei der Archivierung, der Erstellung von E-Books oder der Verarbeitung von Formularen hilfreich.
- ADF ist praktisch, wenn Sie regelmäßig mehrere Seiten auf einmal scannen. Der automatische Einzug ermöglicht es, einen Stapel Papier einzulegen, den der Scanner automatisch ohne manuelles Umblättern erfasst.
- Duplex-Scannen spart zusätzlich Zeit, da Dokumente beidseitig in einem Durchgang gescannt werden.
Sie haben schon den besten Scanner ausgewählt, wissen aber nicht, wie man richtig scannt? Dann hilft Ihnen unser Artikel Wie man Fotos und Dokumente auf den PC scannt.